Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mafia Italien

Schlag gegen die Cosa Nostra

Sie werden die «Beton-Könige» genannt. Einer Familie mit mutmaßlich engen Beziehungen zur sizilianischen Mafia Cosa Nostra legt nun die Polizei das Handwerk. Und beschlagnahmt eine rekordverdächtige Summe.

Die italienische Polizei hat das Vermögen einer Familie, die mit der sizilianischen Mafia Cosa Nostra kooperiert haben soll, im Wert von 1,6 Milliarden Euro sichergestellt. Immobilien, Konten und Grundstücke von fünf Unternehmer-Geschwistern aus Palermo seien beschlagnahmt worden, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Demnach ist es eine der größten Summen, die jemals bei Anti-Mafia-Ermittlungen beschlagnahmt wurden. Zu dem Vermögen der Virga-Familie zählten Hunderte Häuser und Villen, 80 Bankkonten und mehr als 40 Fahrzeuge. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, mit Hilfe der Cosa Nostra öffentliche Bauaufträge bekommen zu haben. Sie sollen enge Beziehungen zu dem Clan des Ortes Corleone gehabt haben, der einst von mittlerweile verhafteten Superbossen Toto Riina und Bernardo Provenzano geführt wurde. Anti-Mafia-Organisationen hatten die Familie, die Medien als «Beton-Könige» bezeichneten, 2013 noch als Vorbild gelobt, weil sie gegen mehrere Mafiosi ausgesagt hatte. Nach Angaben des Chefs der Anti-Mafia-Polizei in Palermo, Riccardo Sciuto, hatten der Familienpatriarch Carmelo Virga und sein Sohn Gaetano bewusst ihr Image aufpolieren wollen, nachdem ihnen die Behörden auf die Schliche gekommen seien. Die Anti-Mafia-Organisation Addiopizzo distanzierte sich von der Familie und erklärte, man dürfe sich nicht der Illusion hingeben, dass Unternehmer, die das Schweigegelübde der Mafia brechen, nicht selbst auf irgendeine Art mit dem organisierten Verbrechen kooperieren würden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare