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Sarah Ferguson.

60. Geburtstag

Sarah Ferguson: Jahrzehnte voller Eskapaden

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Sarah Ferguson feiert ihren 60. Geburtstag. Zuletzt rückte „Fergie“ wieder häufiger in die Schlagzeilen.

Es ist ohne Zweifel nicht ganz einfach, den größten Skandal aus der langen Reihe der Skandale zu küren, mit denen Sarah Ferguson in den vergangenen Jahrzehnten den Boulevard beglückte. Wobei man am Ende unausweichlich beim Zehenlutschen landet. Wo auch sonst? Die pikanten Fotos der Herzogin von York aus ihrem Urlaub im Jahr 1992 in Südfrankreich gingen um die Welt. Darauf zu sehen: Eine sich oben ohne sonnende Fergie und ihr Banker-Liebhaber, der sich hingebungsvoll ihren Füßen widmet. Der Zehen-Nuckel-Skandal war ein Eklat, gewiss, wenn auch vermutlich nicht der einzige Grund für die anschließende Trennung zwischen ihr und Prinz Andrew, dem zweiten Sohn von Königin Elizabeth II. Zu viele Fauxpas gab es davor, noch mehr Eskapaden sollten folgen.

Aber damals reichte es den Windsors: Fergie wurde regelrecht vom Hof gejagt. Und Prinz Philip, der Ehemann der Monarchin, mag im Stillen triumphiert haben. Er lästerte von Anfang an als Chef-Kritiker über seine Schwiegertochter – und ist bis heute kein Freund von Sarah Ferguson, auch wenn sie in den letzten Jahren so etwas wie eine Transformation in der Königsfamilie erlebt hat. Ehemals Persona non grata wird Fergie seit wenigen Jahren und nach all dem Auf und Ab tatsächlich wieder akzeptiert im Kreis der Royals. Bei der Hochzeit ihrer Tochter Eugenie im vergangenen Jahr soll Prinz Philip ihr sogar – als Zeichen der Aussöhnung? – zugezwinkert haben. Ende gut, alles gut, kurz vor ihrem 60. Geburtstag am morgigen Dienstag?

Fergie an Andrews Seite

Wohl eher nicht. Hier ist schließlich noch immer von den Royals die Rede, noch dazu von jener Generation, die in realer Soap-Opera-Manier jahrelang für Schlagzeilen gesorgt hatte. Dieser Tage aber zieht ihr Ex-Mann Andrew den Fokus auf sich, mit dem die Herzogin quasi Tür an Tür lebt, mit dem sie gemeinsam in Urlaub fährt und nach eigenen Angaben eine ganz besondere Freundschaft unterhält. „Wir sind das glücklichste unverheiratete Paar“, sagte Fergie einmal. Und so steht sie seit dem erstmaligen Auftreten der Missbrauchsvorwürfe gegen Prinz Andrew noch demonstrativer als sonst an seiner Seite. Der 59-jährige Bruder von Prinz Charles ist in den Epstein-Skandal verwickelt. So behauptet eine Frau, als 17-Jährige zum Sex mit Andrew gezwungen worden zu sein. Der Buckingham-Palast wies die Anschuldigungen zurück.

Fakt ist aber, dass der Prinz mit dem US-Milliardär Jeffrey Epstein, der sich vor einigen Wochen in seiner Zelle das Leben genommen hat, befreundet war und den Kontakt zu dem Sexualstraftäter auch nach dessen Verurteilung wegen Prostitution junger Frauen hielt. Es dürfte deshalb kaum ein Zufall sein, dass immer wieder Gerüchte aufkommen, Sarah Ferguson und Prinz Andrew könnten in einem Liebescomeback ein zweites Mal heiraten.

Dabei ging die Ehe beim ersten Mal schrecklich schief, obwohl die Vorzeichen gut standen. Die beiden kennen sich durch die Arbeit ihres Vaters aus Kindheitstagen, auch wenn der spätere Kontakt zwischen der gelernten Sekretärin Sarah Ferguson und dem Prinzen, der damals schon den Ruf des royalen Playboys pflegte, über Fergies Freundin Prinzessin Diana zustande kam. Die spektakuläre Traumhochzeit in der Westminster Abbey folgte 1986. Das Paar bekam zwei Töchter, Eugenie und Beatrice, bevor es sich 1992 trennte. Mit der Scheidung vier Jahre später veröffentlichte Fergie zudem ihre Biografie, in der sie so viel enthüllte, dass die auf Zurückhaltung und Tradition bedachten Royals angeblich hinter ihren dicken Palastmauern schäumten.

Auch später blieb die Herzogin die Skandalnudel, die ein Jetset-Leben mit einem extravaganten Lifestyle, teuren Reisen, Luxus-Designerkleidung und hohen Personalkosten führte. Was sie fast in den finanziellen Ruin treiben sollte. So geriet sie nach ihrem Ausschluss aus der Königsfamilie insbesondere aufgrund ihrer Finanznöte in die Schlagzeilen. Einem als Geschäftsmann getarnten Reporter etwa bot sie für eine halbe Million Britische Pfund Kontakt zu ihrem Ex-Mann an. Dazu machte die rothaarige Herzogin, die immer wieder mit Gewichtsschwankungen zu kämpfen hatte und deshalb den wenig charmanten Spitznamen „Duchess of Pork“ verpasst bekam, Werbung für das Diät-Unternehmen Weight Watchers. Mehr Erfolg hatte sie als Kinderbuchautorin. Als sogenanntes „Fergie-Fiasko“ gilt derweil ihr Versuch, für ihre Stiftung heimlich und mit Perücke und Kopftuch verkleidet einen Dokumentarfilm über die Zustände in türkischen Waisenhäusern zu drehen.

Mittlerweile scheinen diese Episoden verziehen. Und die temperamentvolle Fergie kann es ohnehin nicht lassen. So gab sie gerade erst zu, einige kosmetische Eingriffe vorgenommen zu haben. Botox, Gesichtslifting, Laser-Behandlungen, Stammzellen-Injektionen – „Um mit 60 noch so gut auszusehen, muss man schon etwas nachhelfen“, weiß sie.

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