Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nach Tötung von Sarah Everard untersucht das Scotland Yard einen weiteren Vergewaltigungsfall durch einen Polizisten.
+
Nach Tötung von Sarah Everard untersucht das Scotland Yard einen weiteren Vergewaltigungsfall durch einen Polizisten.

Prozess in Großbritannien

Sarah Everard: Polizistenkollege ihres Mörders wegen Vergewaltigung angeklagt

Der Fall Sarah Everard ist abgeschlossen, der Täter verurteilt. Nur kurze Zeit später steht wieder ein Polizeibemater im Fokus von vergewaltigungsermittlungen.

London - Der Prozess um die Ermordung der Londonerin Sarah Everard, der Großbritannien in Atem hielt, ist abgeschlossen, der Mörder verurteilt. Doch nur wenige Tage nach dem Urteil wurde ein weiterer britischer Hauptstadtpolizist wegen Vergewaltigung angeklagt. Wie Scotland Yard mitteilte, handelt es sich um einen 46 Jahre alten Beamten, der in derselben Einheit Dienst tat wie der in der vergangenen Woche zu lebenslanger Haft verurteilte Mörder Everards. Beide waren für den Schutz des Parlaments und diplomatischer Gebäude in London zuständig. Der Mann werde noch am Montag (04.10.2021) dem Haftrichter vorgeführt, hieß es weiter.

Scotland-Yard-Chefin Cressida Dick zeigte sich zutiefst besorgt über den Fall. „Ich verstehe vollkommen, dass die Öffentlichkeit ebenfalls besorgt ist“, wurde Dick in der Mitteilung zitiert. Die mutmaßliche Tat soll sich in der nördlich von London gelegenen Grafschaft Hertfordshire außerhalb der Dienstzeit des Angeklagten zugetragen haben.

London: Sarah Everad war von einem Polizisten entführt und ermordet worden

Die 33-jährige Londonerin Sarah Everard war im März entführt, vergewaltigt und ermordet worden. Später stellte sich heraus, dass der Täter, ein Polizist, sie wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Corona-Regeln festgenommen und entführt hatte. Der Fall ließ das Vertrauen in die britische Polizei bröckeln und löste eine Welle der Empörung über Gewalt gegen Frauen in dem Land aus.

Premierminister Boris Johnson warf der Polizei noch am Wochenende vor, Gewalt gegen Frauen nicht ernst genug zu nehmen. Eine unabhängige Untersuchung zu dem Mord an Everard lehnte er jedoch ab. Stattdessen müsse der gesamte Umgang mit Vergewaltigungen, häuslicher Gewalt, sexualisierter Gewalt und Beschwerden von Frauen über Belästigung systematisch untersucht werden, sagte der Premier am Sonntag (03.10.2021) im BBC-Fernsehen. Ermittlungen endeten zu häufig ohne Verurteilung, weil die Staatsanwaltschaft nicht eng genug mit der Polizei zusammenarbeite, kritisierte Johnson.

Großbritannien: Gewalt gegen Frauen durch Polizisten

Kritiker:innen hatten nach dem Mord an Everard eine frauenfeindliche Kultur innerhalb der Polizei angeprangert. So berichten Insider, dass Kollegen, die sich Übergriffe zuschulden kommen lassen, gedeckt würden. Der jüngste Fall dürfte die Debatte weiter anheizen. (ktho/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare