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Waldbrände sind ein großes Risiko in Kalifornien. 

„Nicht ausreichend“ vorbereitet

Massiver Stromausfall in den USA: Hunderttausende im Dunkeln

In Kalifornien ist es zu großen Stromausfällen gekommen. Grund sind absichtlich gelegte „Blackouts“, die als Vorsichtsmaßnahme zu drohenden Bränden in Kalifornien dienen sollen.

  • „Blackout“ in Kalifornien (USA) - 540.000 Haushalte ohne Strom.
  • Wegen drohender Waldbrände hat der Stromanbieter in der Nacht zum Mittwoch mit der Abschaltung im Norden und Zentrum begonnen.

Blackout in Kalifornien: Gouverneur übt heftige Kritik an der Maßnahme

Update vom 11. Oktober, 12.16 Uhr: Zahlreiche Schulen und Universitäten sind geschlossen, 600.000 Menschen im US-Staat Kalifornien ohne Strom. Die Vorsorgemaßnahme sei „inakzeptabel“, sagte Gavin Newsom, der Gouverneur von Kalifornien am Donnerstagabend berichtet die Nachrichtenagentur AFP. So etwas sollte „kein Staat im 21. Jahrhundert erleben" müssen. Newsom prangerte Jahrzehnte der „Nachlässigkeit“ und „Misswirtschaft“ des Stromanbieters an.

Massiver Stromausfall in den USA: Hunderttausende im Dunkeln

Erstmeldung vom 11. Oktober, 7.35 Uhr:

San Francisco - Hunderttausende Menschen in den USA mussten am Donnerstagabend (Ortszeit) im Dunkeln sitzen. Grund war ein Stromausfall, der insgesamt rund 600.000 Haushalte betraf. Doch der Ausfall kam nicht von ungefähr: Der US-Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E)  schaltete das Netz absichtlich ab - Grund seien Vorsichtsmaßnahmen wegen erhöhter Brandgefahr.

San Francisco/USA: Riesiger Stromausfall - Hunderttausende im Dunkeln

Die massiven Stromausfälle hatten dem Konzern nach am Mittwoch begonnen. Hintergrund sind starke Winde und Trockenheit, die ein Risiko darstellen. Mehr als 6000 Mitarbeiter untersuchen nach Abschwächen der Winde jetzt Stromleitungen auf mögliche Schäden durch etwa umgestürzte Bäume. Nach Angaben von PG&E könnten die Arbeiten noch Tage anhalten.

Auch auf der Urlaubsinsel Teneriffa kam es zu einem massiven Stromausfall.

USA/San Francisco: Verheerendes Feuer als Warnung

Das verheerende Feuer in der nordkalifornischen Ortschaft Paradise mit 85 Toten im vorigen November soll durch defekte Stromleitungen ausgelöst worden sein. Auch die Villa von Thomas Gottschalk ist bei dem verheerenden Feuer völlig zerstört worden. Wie Untersuchungen ergaben, hatten eine trockene Vegetation, Wind und warme Temperaturen dazu beigetragen, dass sich das Feuer rasend schnell ausbreitete. Die Vorwürfe, die damals wegen schlecht gewarteter Stromleitungen laut wurden, sollen sich jetzt nicht mehr wiederholen.

Stromausfall in den USA: Hunderttausende in San Francisco im Dunkeln

Große Ballungsräume in der Region um San Francisco waren vom Stromausfall betroffen. Die sogenannten Blackouts beeinträchtigten den gesamten Alltag: Schulen und Geschäfte blieben geschlossen, Ampelanlagen fielen aus. Auch die Universität in Berkeley sagte alles ab, die Weingüter in der beliebten Touristenregion um Napa Valley machten ebenfalls dicht.
Hunderttausende im Dunkeln: Stromausfall in USA

Der Chef des Energieversorgers PG&E gab zu, dass das Unternehmen für die heftigen Abschaltungen „nicht ausreichend“ vorbereitet gewesen sei. Der Kalifornische Gouverneur Gavin Newsom sagte, dass der Energieversorger es versäumt habe, das Netz mit Investitionen zu erneuern bzw. zu modernisieren.

Stromausfälle können ein ganzes Land lahm legen. So geschehen in Venezuela. Doch auch in modernen Städten wie München kann es zu einem Black-Out kommen.

dpa

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