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Salma Hayek schreibt über sexuelle Belästigungen, Harvey Weinstein dementiert.

#Metoo

Salma Hayek schreibt über „Monster“ Weinstein

Produzent Harvey Weinstein hat die Schauspielerin Salma Hayek offenbar mehrfach sexuell bedrängt und bedroht. In einem Text für die „New York Times“ beschreibt sie die Übergriffe.

Die mexikanische Schauspielern Salma Hayek (51) hat sich in einem Text für die „New York Times“ebenfalls als Opfer sexueller Übergriffe des Hollywood-Moguls Harvey Weinstein (65) beschrieben.

„Harvey Weinstein war auch mein Monster“, schreibt Hayek in dem am Mittwoch veröffentlichten Text. Er habe sie zu dutzenden sexuellen Handlungen zwingen wollen und auf ihre Ablehnung mit Wut und Androhung von Gewalt reagiert. Einmal habe er sogar gedroht, sie umzubringen.

Sie habe darüber jahrelang geschwiegen, schreibt Hayek. Erst jetzt, nachdem zahlreiche andere Frauen - darunter berühmte Hollywood-Schauspielerinnen wie Ashley Judd - Weinstein öffentlich sexuelle Übergriffe bis hin zu Vergewaltigung vorwerfen, habe sie den Mut bekommen, auch ihre Erlebnisse öffentlich zu machen.

Weinstein hat die Anschuldigungen der mexikanischen Schauspielerin zurückgewiesen, er habe sie zu sexuellen Handlungen aufgefordert und bedrängt. „Alle sexuellen Vorwürfe von Salma sind nicht korrekt und wurden von anderen, die Zeugen der Ereignisse waren, anders wahrgenommen“, teilte ein Sprecher Weinsteins am Donnerstag dem „People“-Magazin mit.

Weinstein gab in seinem Statement an, sich in dem Zusammenhang einmal an ein „rüpelhaftes Verhalten“ erinnern zu können. Das habe sich aber auf den gemeinsamen Film „Frida“ (2002) bezogen, mit dessen Schnitt er unzufrieden gewesen sei.

Weinstein ist inzwischen von seiner Firma entlassen worden. Er hat Fehlverhalten zugegeben, weist Vergewaltigungsvorwürfe jedoch zurück. Zu den Aussagen von Hayek war zunächst keine Stellungnahme Weinsteins bekannt. (dpa) 

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