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Auf der Bonanza Creek Ranch fiel der tödliche Schuss aus der Requisitenwaffe des Schauspielers Alec Baldwin.
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Auf der Bonanza Creek Ranch fiel der tödliche Schuss aus der Requisitenwaffe des Schauspielers Alec Baldwin.

Nach tödlichem Unfall

„Rust“: Regieassistent räumt nach Baldwin-Schuss Fehler bei Waffenüberprüfung ein

  • VonMax Schäfer
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Nach dem tödlichen Schuss von Schauspieler Alec Baldwin auf die Kamerafrau Halyna Hutchins bei Dreharbeiten in Kalifornien werden Details bekannt.

Update vom Donnerstag, 28.10.2021, 6.40 Uhr: Der Regieassistent hat nach den tödlichen Schüssen von Alec Baldwin einen Fehler bei der Überprüfung der Requisitenwaffe eingeräumt. Dave Halls gab laut einem am Mittwoch veröffentlichten Vernehmungsprotokoll gegenüber der Polizei an, er habe nicht alle Kugeln in der Trommel des Revolvers kontrolliert. In der Waffe befand sich offenbar scharfe Munition: Kamerafrau Halyna Hutchins wurde nach Polizeiangaben durch ein „Bleiprojektil“ getötet.

Halls hatte Baldwin vor dem tödlichen Schuss vergangene Woche den Colt .45 gereicht und von einer „cold gun“ (kalten Waffe) gesprochen. Gemeint ist damit eine Schusswaffe, in der sich keine scharfe Munition befindet und die deswegen sicher ist.

„Rust“: Waffe von Baldwin wurde wohl nicht ausreichend überprüft

Der Regieassistent hatte die Waffe aber offenbar nicht ausreichend überprüft. „Er konnte sich nur daran erinnern, drei Kugeln gesehen zu haben“, schreibt ein Ermittler in dem bei Gericht vorgelegten Vernehmungsprotokoll. „Er sagte, dass er sie alle hätte überprüfen müssen, es aber nicht tat, und konnte sich nicht daran erinnern, ob sie (Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed) die Trommel drehte.“

„Rust“: Staatsanwältin schließt Strafverfahren gegen Alec Baldwin nicht aus

Update vom Mittwoch, 27.10.2021, 19.35 Uhr: Nach dem tödlichen Schuss auf die Kamerafrau Halyna Hutchins hat die zuständige Staatsanwältin ein Strafverfahren gegen US-Schauspieler Alec Baldwin nicht ausgeschlossen. „Alle Optionen liegen derzeit auf dem Tisch“, sagte Mary Carmack-Altwies bei einer Pressekonferenz in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico. Baldwin sei „offensichtlich die Person, die die Waffe abgefeuert hat“.

Eine Entscheidung über eine mögliche Anklageerhebung werde aber erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, sagte Carmack-Altwies. Dies betreffe nicht nur Baldwin: „Zum jetzigen Zeitpunkt schließen wir niemanden aus“, betonte die Staatsanwältin.

Der zuständige Sheriff Adan Mendoza sagte, in dem Revolver vom Kaliber .45 habe sich offenbar eine echte Kugel befunden. Demnach wurde in der Schulter von Regisseur Joel Souza ein Bleiprojektil gefunden - mutmaßlich dasselbe Projektil, das Hutchins tötete. In dem Revolver wurden nach Angaben des Sheriffs auch weitere Kugeln gefunden. Dabei handelte es sich aber vermutlich nicht um echte Kugeln.

Unklar ist, wie scharfe Munition in den Revolver gelangen konnte. Am Filmset hat die Polizei 500 Kugeln sichergestellt, eine „Mischung“ aus Platzpatronen, Patronenattrappen und vermutlich auch echten Kugeln, wie Sheriff Mendoza sagte. „Wir werden feststellen, wie sie (die echten Kugeln) dort hingekommen sind, warum sie da waren, denn sie hätten nicht dort sein sollen.“

„Rust“: Zuständiger Assistent wurde schon einmal wegen Unfall mit Waffe gefeuert

Erstmeldung vom 26.10.2021: Santa Fe – Die Ermittlungen nach dem tödlichen Schuss durch Alec Baldwin auf die Kamerafrau Haylana Hutchins bei den Dreharbeiten zum Westernfilm „Rust“ dauern an. Im Fokus stehen dabei die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed und der Regieassistent Dave Halls. Eine Produktionsfirma hat jetzt neue Vorwürfe gegen Halls erhoben. Er wurde demnach früher wegen eines Unfalls mit einer Schusswaffe aus der Produktion des Films „Freedom‘s Path“ entlassen, berichtet die Firma Rocket Soul Studios in den USA gegenüber dem Fernsehsender CNN am Montag (25.10.2021).

Rust: Regieassistent nach Schusswaffenunfall im Jahr 2019 gefeuert

Bei den Dreharbeiten im Jahr 2019 habe sich eine Waffe „unerwartet entladen“. Dabei sei ein Mitglied der Toncrew verletzt und anschließend von einem Sanitäter am Set behandelt worden. Die verletzte Person konnte laut Produktionsfirma ein paar Tage später wieder zu den Dreharbeiten zurückkehren. Der Regieassistent Dave Halls sei jedoch noch am Tag des Unfalls entlassen worden, berichtet CNN.

Dave Halls soll die Ereignisse bereut haben und habe außerdem Verständnis für die Entlassung gezeigt, zitiert CNN aus einer Stellungnahme der Produktionsfirma Rocket Soul Studios. Der Regieassistent sei für Nachfragen zu den Vorwürfen der Produktionsfirma nicht erreichbar gewesen, berichtet CNN.

Rust: Weitere Vorwürfe gegen Regieassistenten nach tödlichem Schuss durch Alec Baldwin

Es gibt auch weitere Vorwürfe gegen Dave Halls. Auch beim Dreh der Fernsehserie „Into the Dark“ soll der Regieassistent Sicherheitsregeln im Umgang mit Waffen und Pyrotechnik nicht eingehalten haben. Das berichtete die Requisiteurin und Pyrotechnikerin Maggie Goll dem britischen Guardian, die beim Dreh der Serie mit Halls zusammengearbeitet hatte. Sie wirft ihm vor, seine Aufgaben im Bereich der Sicherheit vernachlässigt zu haben. Auch diese Vorwürfe hat Halls nicht kommentiert.

Dave Halls steht mit Fokus der Ermittlungen, weil er Alec Baldwin die Waffe gegeben hat. Halls wies laut Polizeibericht darauf hin, dass es sich um eine „Cold Gun“ handelte, also keine scharfe Munition enthalte. Halls wusste nach Angaben der Polizei jedoch auch nicht, dass in der Waffe scharfe Munition war.

Vor tödlichem Schuss durch Alec Baldwin: Sicherheitsbeschwerden beim Rust-Dreh

Auch bei den Dreharbeiten zum Film „Rust“ gab es Beschwerden über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und schlechte Arbeitsbedingungen. Demnach hatten mehrere Mitarbeiter:innen das Set aus Protest verlassen, berichtete die Los Angeles Times. Baldwins Stunt-Double hatte wenige Tage vor dem tödlichen Schuss durch Alec Baldwin versehentlich zweimal mit einer Waffe geschossen. Auch ihm sei gesagt worden, es handele sich um eine „Cold Gun“. (Max Schäfer)

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