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Sieben Schulkinder unter den Opfern

Amoklauf an Schule in Russland: Nächste Festnahme auf der Krim - Kasan in tiefer Trauer

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  • Yannick Wenig
    Yannick Wenig
  • Katja Thorwarth
    Katja Thorwarth
  • Daniel Dillmann
    Daniel Dillmann

In einer Schule im russischen Kasan werden neun Menschen getötet, 20 weitere verletzt. Auf der Krim kommt es zu einer weiteren Festnahme.

+++ 17.19 Uhr: Nach dem Schusswaffenangriff an einer Schule, bei dem zwei Lehrerkräfte und sieben Schüler:innen getötet wurden, gedenken die Menschen in der zentralrussischen Stadt Kasan den Opfern. Die Flaggen wurden auf halbmast gesetzt, die Menschen besuchten den Eingang der Schule und legten die Plüschtiere und Blumen nieder. „Es ist nicht meinen Kindern passiert, aber es schmerzt“, sagte die Anwohnerin Irina Krasnikowa der Nachrichtenagentur AFP.

Unterdessen wurden die ersten Opfer des tödlichen Angriffs in Kasan bereits beigesetzt. Darunter eine 26-jährige Englischlehrerin, die sich laut der russischen Nachrichtenagentur Tass während der Attacke schützend vor ihre Schüler:innen gestellt hatte. Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf das Gesundheitsministerium meldete, werden noch 18 Kinder im Krankenhaus behandelt, zwei von ihnen schweben weiterhin in Lebensgefahr. Der Präsident des russischen Unterhauses, Wjatscheslaw Wolodin, forderte nach dem Angriff, auch gegen die „Anonymität im Internet“ vorzugehen, um gewaltverherrlichende und extremistische Inhalte zu bekämpfen.

Bei der Beisetzung einer Englischlehrerin, die bei dem Schusswaffenangriff auf eine Schule im russischen Kasan getötet wurde, legen Trauernde Blumen nieder.

Amoklauf an Schule in Russland: Nächste Festnahme auf der Krim - Er drohte mit einer Explosion

Update vom Mittwoch, 12.05.2021, 11.30 Uhr: Nach dem blutigen Angriff auf eine Schule in Russland werden noch 23 Menschen in Krankenhäusern behandelt. Darunter seien 20 Schüler, sagte die Vize-Leiterin der Republik Tatarstan, Leila Faslejewa, am Mittwoch der Staatsagentur Tass zufolge. Stunden nach der Tat am Dienstag in der Großstadt Kasan war von 21 Verletzten die Rede gewesen.

„Der Zustand aller ist stabil“, sagte Faslejewa. Es gebe unter den Opfern aber weiterhin Schwerverletzte. Ärzte wollten acht Patienten zur Behandlung in die Hauptstadt Moskau verlegen.

Russische Rosguardia (Nationalgarde) Soldaten gehen am Tag nach dem Angriff mit Schusswaffen vor einer russischen Schule.

Indes nahmen Sicherheitskräfte der Agentur Tass zufolge auf der von Russland einverleibten Halbinsel Krim einen Mann fest, der in sozialen Netzwerken mit der Explosion in einer Schule gedroht haben soll. Details dazu lagen zunächst nicht vor. In der Vergangenheit hatte es nach solchen Drohungen mehrfach Festnahmen gegeben.

Amoklauf an Schule in Russland: 19-Jähriger nach Bluttat in Kasan festgenommen

+++ 14.20 Uhr: Bei 18 der 20 Verletzten im Krankenhaus handele es sich um Kinder, teilten aktuell die Regionalbehörden in Kasan mit. Sechs Kinder befänden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand und würden auf der Intensivstation behandelt. Das Anti-Terror-Komitee sprach von 16 Verletzten. Es leitete Ermittlungen wegen „Mordes“ ein, was nicht für eine terroristische Tat sprach. Die Behörde sprach von lediglich einem Täter.

Auch die Sprecherin des Präsidenten der russischen Republik Tatarstan, deren Hauptstadt Kasan ist, stellte klar, es habe „nur einen Angreifer“ gegeben. Das russische Ermittlungskomitee erklärte, bei dem festgenommenen Verdächtigen handele es sich um einen 2001 geborenen Bewohner der Stadt.

Schule in Kasan: Zahlreich Menschen, darunter viele Kinder, wurden Opfer eines Todesschützen.

Amoklauf an Schule in Russland: 19-Jähriger festgenommen

+++ 12.43 Uhr: Bei dem Schusswaffenangriff auf eine Schule im zentralrussischen Kasan sind nach neuen Angaben der Ermittlungsbehörden sieben Schüler getötet worden. Es gebe sieben Todesopfer, teilte das russische Anti-Terror-Komitee am Dienstag mit. Die Stadtverwaltung von Kasan sprach hingegen von acht Toten. Mehrere russische Nachrichtenagenturen hatten zuvor von elf Toten gesprochen. Auch die Agenturberichte über einen zweiten Angreifer, der getötet worden sei, bestätigte das Anti-Terror-Komitee nicht.

Die Behörden bestätigten wenig später die Festnahme eines 19-Jährigen. Der Republikchef von Tartastan, Rustam Minnichanow, nannte ihn einen „Terroristen“. Auf den 19-Jährigen soll auch die genutzte Waffe registriert worden sein. Den Waffenschein soll er Berichten zufolge erst im April bekommen haben. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Angriff auf Schule in Russland: 18 Schulkinder verletzt

+++ 12.30 Uhr: Nach dem tödlichen Angriff auf eine Schule in Russland werden 18 Schulkinder in Krankenhäusern behandelt. Sechs von ihnen seien in einem kritischen Zustand, teilten die Behörden am Dienstag der Agentur Interfax zufolge mit. Die ersten Operationen liefen bereits. Ärzte untersuchten demnach auch Kinder mit Verletzungen, Knochenbrüchen und Blutergüssen. Einige Schüler waren Berichten zufolge aus dem Fester gesprungen, um sich in Sicherheit zu bringen. Außerdem seien drei Erwachsene verletzt worden.
 

+++ 11.45 Uhr: Nach einem bewaffneten Angriff auf eine russische Schule hat Präsident Wladimir Putin den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgedrückt. „Der Präsident spricht den Angehörigen der Kinder, die durch die Hand des Schützen gestorben sind, sein tiefes Beileid aus und wünscht den Schulkindern, die verletzt wurden, baldige Genesung“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag laut Agentur Interfax. Putin wies demnach außerdem an, eine neue Regelung für zivilen Waffenbesitz auszuarbeiten.

Bei dem Angriff auf die Schule in der Großstadt Kasan in der Republik Tatarstan waren am Dienstagvormittag laut Republikchef acht Menschen getötet worden - die meisten von ihnen Kinder. Die Staatsagenturen hatten zuvor elf Getötete gemeldet.

Amoklauf in Russland: Täter soll Tat auf Telegram angekündigt haben

+++ 11.05 Uhr: Der festgenommene 19-Jährige soll Medienberichten zufolge vor etwa vier Jahren seinen Schulabschluss gemacht haben. Kurz vor der Tat auf die Schule in Kasan habe er das Verbrechen im Nachrichtenkanal Telegram angekündigt, heißt es. Er soll zunächst mit einem Maschinengewehr die Schule durch einen Haupteingang betreten und sofort um sich geschossen haben. Es gab auch Berichte über einen möglichen zweiten Angreifer, die zunächst aber nicht bestätigt wurden.

Kasan: Bewaffnete Einsatzkräfte gehen zu dem Gymnasium, wo mindestens 11 Menschen getötet wurden.

Nach früheren Angriffen auf Schulen haben viele Bildungseinrichtungen in dem Riesenreich Wachpersonal an Eingängen. Ob das auch bei der Schule Nummer 175 in Kasan der Fall war, war zunächst unklar.

Russland: Mindestens elf Todesopfer nach Schüssen an Schule in Kasan - Jugendlicher festgenommen

+++ 10.20 Uhr: War zunächst nicht sicher, ob es sich bei dem Angriff auf die Schule um zwei Schützen handelte, berichten die russischen Nachrichtenagenturen aktuell von einem zweiten Schützen, der getötet worden sei. Der erste jugendliche Schütze wurde bereits verhaftet.

Erstmeldung vom Dienstag, 11.05.2021: Kasan - An einer Schule in der russischen Stadt Kasan ist es zu einem Angriff gekommen. Wie mehrere russische Medien berichten, darunter zwei staatliche Nachrichtenagenturen, war von zwei Schützen die Rede. Es sei das Feuer eröffnet worden, auch eine Explosion soll zu hören gewesen sein.

Mindestens elf Menschen sollen gestorben sein. Unter den Opfern sollen sich hauptsächlich Schülerinnen und Schüler und ein Lehrer befinden.

Kasan: Tote nach Schüssen in Schule - ein Verdächtiger festgenommen

Die Polizei nahm der Agentur Ria Novosti zufolge einen jugendlichen Verdächtigen fest. Möglicherweise soll sich ein weiterer Täter zunächst noch in dem Gebäude aufgehalten haben. Die Schüler:innen wurden aus der Schule gebracht - unter anderem in einen benachbarten Kindergarten. Zahlreiche Schüler sollen aus dem Fenster des dritten stocks gesprungen sein.

Über ein mögliches Tatmotiv und weitere Hintergründe über den Polizeieinsatz ist noch nichts bekannt.

Auf Videos von vor Ort war zu sehen, wie Rettungswagen und Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und Sirene zu der Schule rasten. Menschen standen vor dem Gebäude und beobachteten die Lage. Später wurde die Schule weiträumig abgesperrt. Kasan liegt etwa 720 Kilometer östlich von Moskau. In Russland hatten die Schulen erst am Dienstag nach mehr als einwöchigen Ferien begonnen. (Daniel Dillmann/ktho)Wir berichten fortlaufend über die Ereignisse.

Rubriklistenbild: © NATALIA KOLESNIKOVA/AFP

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