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Putin steckt Journalistin in die Psychiatrie – wegen kritischer Kommentare

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Von: Moritz Serif

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Regierungskritische Menschen steckt Wladimir Putin gerne ins Gefängnis - oder in die Psychiatrie (Archivbild).
Regierungskritische Menschen steckt Wladimir Putin gerne ins Gefängnis - oder in die Psychiatrie (Archivbild). © Dmitry Azarov/picture alliance/dpa/Sputnik Kremlin/AP

Wer in Russland regierungskritische Kommentare verfasst, kann in eine Psychiatrie kommen. Sogar unbeschränkt, wie der Fall einer Journalistin zeigt.

Moskau – In Russland ist eine Journalistin in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Darüber hatte die Daily Mail berichtet. Sie habe „geistig gesunde Menschen sind für Frieden“ über Russlands Krieg in der Ukraine gepostet. Maria Ponomarenko, 44-jährige Mutter von zwei Kindern, sagt, der Staat habe das getan, da sie gegen den Krieg sei.

Russland beschuldigt sie, „Fake News“ über den Ukraine-Krieg verbreitet zu haben. „Angesichts dessen, dass Tausende Menschen sterben, ist es unmöglich, still zu bleiben“, soll sie gesagt haben. Ihre Telegram-Posts hätten kritische Kommentare über das vom Kreml zerbombte Theater in Mariupol beinhaltet, wo hunderte Zivilisten starben.

Russische Journalistin verfasste kritische Kommentare über den Kreml

Das russische Verteidigungsministerium dementierte, dass es die Bomben abgeworfen hatte und beschuldigte stattdessen ukrainische Nationalisten, dafür verantwortlich gewesen zu sein. An dieser Darstellung gibt es jedoch erhebliche Zweifel.

Mikhail Khodorkovsky, Putin-Freund und ehemaliger reichster Mann Russlands, sagte, dass der Staat zu Methoden aus Zeiten der Sowjetunion zurückgekehrt sei. Politisch unbequeme Menschen würden einfach in psychiatrische Einrichtungen kommen, um ruhiggestellt zu werden.

Journalistin drohen zehn Jahre Haft oder unbestimmte Zeit Psychiatrie

Ponomarekno drohen außerdem bis zu zehn Jahren Haft oder eine unbestimmte Zeit in der Psychiatrie. Eine ihrer Töchter soll als Zeugin in einem Gerichtsverfahren vernommen werden. (mse)

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