Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der erste der riesigen Krater wurde bereits 2014 in Russland (Sibirien) entdeckt. (Archivbild)
+
Der erste der riesigen Krater wurde bereits 2014 in Russland (Sibirien) entdeckt. (Archivbild)

Klimawandel in Sibirien

Russland: Gasexplosionen reißen riesige Krater ins Erdreich

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
    schließen

In Sibirien tun sich immer mehr riesige Löcher nach unterirdischen Gasexplosionen auf. Die Gefahr erneuter Explosionen steigt in Russland laut Fachleuten weiter.

Moskau - In Sibirien tut sich die Erde auf. Riesige Krater entstehen auf den Halbinseln Jamal und Gydan, die nebeneinander im Nordwesten Russlands liegen. Insgesamt sind es bereits 20 Löcher im Boden, mehr als 30 Meter tief und bis zu hundert Meter im Durchmesser. Laut den Fachleuten wird sich ihre Anzahl in den kommenden Monaten und Jahren noch erhöhen.

Die Löcher entstehen durch unterirdische Gasexplosionen. Es sei „pures Glück“, dass dabei bislang noch kein Mensch gestorben sei. Das sagte Evgeny Chuvilin gegenüber dem amerikanischen Vice-Magazin. Chuvilin ist führender Wissenschaftler am „Skoltech Zentrum für Kohlenwasserstoffförderung“ in Moskau und analysiert die sich verändernden klimatischen Bedingungen in den arktischen Gebieten Sibiriens.

Gasexplosionen in Russland - riesige Löcher bedrohen Siedlungen in Sibirien

Manche der Löcher habe man nur wenige Kilometer entfernt von Siedlungen in Russland* gefunden, so Chuvilin. Vor allem auf der Yamal-Halbinsel müsste man mit weiteren Explosionen dieser Art rechnen. Unter dem Permafrost befinden sich dort riesige Methan-Vorkommen, die verhältnismäßig nah unter der Oberfläche liegen.

Das erste Loch wurde bereits 2014 gefunden. Seitdem kamen mindestens 19 weitere hinzu. Der deutliche Anstieg von Gasexplosionen im russischen Norden liegt laut der Fachleute am Klimawandel*. Der sorgt dafür, dass sich der sonst gefrorene Boden der Gegend erwärmt. Die „Kappen“, die über den Gasblasen liegen, weichen auf und können dem Druck nicht mehr standhalten. Dazu lässt die Spannung in den Kappen nach, diese sacken ab, erhöhen den Druck auf das Methan und lösen so schließlich die Explosion aus.

Russland: Gefahr von Gasexplosionen steigt immer weiter an

Und die Lage in Russland wird eher schlimmer als besser. „Wir gehen davon aus, dass es in Yamal und Gydan noch eine Weile zu explosiven Gasemissionen kommen kann, wenn man bedenkt, dass der Permafrost aufgrund der Klimaerwärmung auftaut und ein günstiges Umfeld für explosive Gasausstöße aus den oberen Permafrostschichten schafft“, so Chuvilin über die Situation in Sibirien. Sein Team werde nun mit Bohrungen nahe der Krater weitere Informationen über deren Beschaffenheit sammeln. Ziel ist es, die Explosionen und ihre Ursachen noch besser zu verstehen, damit künftige Kraterbildungen besser vorhergesagt werden können. (Daniel Dillmann) *fr.de ist ein Angebot in IPPEN.MEDIA




Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare