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Der ist ESC abgesagt.

Statt ESC

Russische Band organisiert Quarantäne Song Contest

Ilja Prussikin von der russischen Punkpop-Band „Little Big“ hat einen Quarantäne Song Contest als Ersatz für den ESC ins Leben gerufen.

Noch eine Alternative zum ESC: Weil der Eurovision Song Contest in Rotterdam ausfällt, hat Ilja Prussikin von der russischen Punkpop-Band Little Big nun einen Quarantäne Song Contest ins Leben gerufen. Zum Start gab es die Ballade „Selbstisolation“ von Sofia Tajurskaja, die mit Little Big zum ESC fahren sollte. Nun zeigt sie mit schwarzem Humor in einem Clip die Folgen der Corona-Krise für die von Ausgangssperren betroffenen Künstler. So tanzt die Sängerin im Klopapier-Outfit, wäscht sich die Hände und stopft Torten und Chips in sich rein - und trinkt Wein aus der Flasche.

Als Ersatz für den wegen des Coronavirus abgesagten ESC planen bereits sowohl der Veranstalter EBU und mit ihm die ARD als auch Stefan Raab und ProSieben eine Ersatzshow am Abend des 16. Mai.

Punkmusiker Ilja Prussikin (Ilya Prusikin) veröffentlichte bei Instagram einen Clip mit dem Titel "Christina" und der Zeile „Königin der Karantina“ (also der Quarantäne), wo er sich auch als Frau verkleidet. Mit dem Blogger Eldar Dscharachow trat Prussikin in einem Youtube-Video vor einem dem ESC-Design nachempfundenen Logo auf. „Hauptziel des Projekts ist es, sich einander in dieser nicht einfachen Zeit zu unterstützen“, sagte Dscharachow.

Niemand solle sich genieren und einfach mit dem Mobiltelefon ein Lied und ein Video aufzeichnen, meinte der Blogger. Alle für das Projekt unter dem Titel „Karantinowidenije-2020“ eingesandten Beiträge würden begutachtet. „Vielleicht schaut am Ende die ganze Welt zu“, meinte er. Die Initiative hatte mit Stand Freitag mehr als eine Million Views bei Youtube. Manch Kommentator riet dazu, den Appell auch auf Englisch zu veröffentlichen, um ein breiteres Publikum zu erreichen.

Little Big mit Frontmann Prussikin und der Sängerin Tajurskaja hatten in diesem Jahr mit dem Lied "Uno" beim ESC für Russland antreten wollen. Die Band aus St. Petersburg ist auch wegen ihrer ausgefallenen Tanzeinlagen bekannt. Ihr Spaßlied „Skibidi“ mit hippen Bewegungen war 2018 ein Hit und wurde wie nun auch „Uno“ im Internet millionenfach geklickt. (dpa)

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