Waffen

Rückgang bei Verstößen gegen Waffengesetze

Verstöße gegen das Waffenrecht in Deutschland sind laut Bundeskriminalamt im vergangenen Jahr gesunken. 

Wiesbaden - Die Zahl waffenrechtlicher Verstöße ist laut dem Bundeskriminalamt (BKA) nach einem kontinuierlichen Anstieg in den vergangenen Jahren zuletzt gesunken. 2019 wurden demnach deutschlandweit 38 674 Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt, ein Minus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten „Bundeslagebild 2019“ zum Thema Waffenkriminalität hervor.

Einen Anstieg gab es dagegen bei Straftaten, bei denen eine Waffe benutzt wurde. Das BKA in Wiesbaden listet insgesamt 9151 Straftaten auf (plus 9,7 Prozent). Davon sei in 4512 Fällen mit einer Schusswaffe gedroht worden - ein Plus von 18,1 Prozent. Die Entwicklung sei aber insbesondere von deutlichen Steigerungen in Nordrhein-Westfalen beeinflusst, wo die Kriterien zur Erfassung der Fälle verändert worden seien. Das erschwere einen Vergleich der Jahreszahlen.

Bei den Verstößen gegen das Waffengesetz „dürfte es sich überwiegend um Fälle des illegalen Erwerbs, des illegalen Besitzes, des illegalen Führens und der illegalen Einfuhr handeln“. Die Aufklärungsquote lag bei fast 93 Prozent. Festgestellt wurden zudem 564 Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz (minus 14,7 Prozent), hier wurden 80,5 Prozent der Fälle aufgeklärt. Verstöße in den Bereichen werden laut BKA regelmäßig bei Kontrollen der Behörden entdeckt - “dies erklärt die jeweils hohe Aufklärungsquote“.

Zu den „besonderen Herausforderungen“ zählte das Bundeskriminalamt unter anderem den illegalen Handel mit Waffen, Sprengstoffen oder Munition im Internet und insbesondere im Darknet. Die Bandbreite der Tatverdächtigen dabei reichte „vom bislang kriminalpolizeilich nicht in Erscheinung getretenen Jugendlichen bis zum mehrfach vorbestraften Intensivtäter“, fasst das BKA zusammen. (dpa)

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