Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Rudy Giuliani nimmt in New York an der jährlichen 9/11-Gedenkfeier teil.
+
Rudy Giuliani hat oft eine ganz eigene Sichtweise der Dinge.

Gedenken an 9/11

Rudy Giuliani äfft die Queen nach - Eklat bei Gedenkveranstaltung zu 9/11

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
    schließen

Rudy Giuliani wirkt bei einer Veranstaltung zur Erinnerung an den 11. September angesäuselt - mal wieder.

New York – Rudy Giuliani ist immer wieder für eine Überraschung gut. Auch mit einer Rede zum Gedenken an die Terroranschläge vom 11. September hat er wieder allseits für erstaunte Gesichter gesorgt. Der Auftritt des früheren Anwalts von Donald Trump auf der Bühne im noblen Restaurant Cipriani in Manhattan war in der Tat spektakulär.

Nun ist es vielleicht nicht so schlimm, dass Giuliani bei seinem Auftritt einen etwas angesäuselten Eindruck machte. So etwas kommt schließlich in den besten Familien vor, besonders bei Reden vor Publikum. In solchen Fällen putscht sich so manch einer gerne mit diversen Mittelchen auf, auch wenn Giuliani ein angebliches Alkohol-Problem vehement bestreitet. Allerdings war unverkennbar, dass es Giulianis Ansprache ein wenig an Sinn und Verstand mangelte. Aber was will das schon heißen?

Rudy Giuliani hält schräge Rede zum 11. September

Nun ist es bei einem solchen Anlass selbstverständlich völlig in Ordnung, von seinen eigenen Leistungen zu sprechen. Und als Bürgermeister von New York stand Giuliani vor 20 Jahren immerhin in vorderster Linie. Es sei ihm also gegönnt, sich selbst ins rechte Licht zu rücken. Anderseits klangen Giulianis Ausführungen mitunter doch ein wenig schräg – vor allem, als er auf seine angeblichen Gespräche mit Königin Elizabeth II. zu sprechen kam.

Erstaunlich war dabei nicht nur, was er sagte, sondern wie er es sagte. Denn Giuliani gefiel sich darin, die Queen zu imitieren. Zunächst erklärte also Giuliani, dass ihm die Königin nach den Anschlägen von 9/11 höchste Ehren zukommen lassen wollte. Dabei zitierte er die Queen wörtlich, indem er seine Stimme dem Tonfall der Königin mehr schlecht als recht anzupassen versuchte. „Sie sagte: ‚Du hast am 11. September einen wunderbaren Job gemacht. Und deshalb schlage ich dich zum Ritter, zum Kommandanten der Königlichen Irgendwas oder so ner Art.’” Giuliani klang dabei aber mehr wie eine Figur aus einem Cartoon.

Rede zu 9/11: Rudy Giuliani spricht über die Königin Elizabeth und Prinz Andrew

Giuliani erklärte dem Publikum dann auch, warum er diese hohe Ehre abgelehnt hat. „Wer zum Ritter geschlagen wird, verliert seine Staatsbürgerschaft.“ Das klingt wie ein guter Grund, ist aber natürlich hanebüchener Unsinn. Tatsächlich wurde Giuliani später für seine „herausragende Hilfe und Unterstützung für die trauernden britischen Familien in New York“ zum Commander of the Most Excellent Order of the British Empire (CBE) ernannt. Es erscheint geradezu mysteriös, dass Giuliani dennoch US-Bürger bleiben durfte.

Leider ist es aber so, dass auch die britische Königsfamilie nicht perfekt ist. Auch Rudy Giuliani weiß das. „Prinz Andrew genießt jetzt nicht den besten Ruf“, erklärte Giuliani, um sich sogleich vom Spross der Queen zu distanzieren, der jahrelang beste Beziehungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unterhielt und sich nun in den USA einer Zivilklage wegen sexueller Übergriffe ausgesetzt sieht. Er sei nie mit ihm ausgegangen, betonte Giuliani auf seine ganz spezielle Art und Weise. „Ich habe nie mit ihm etwas getrunken, war nie mit einer Frau oder einem jungen Mädchen bei ihm.“ Es war so etwas wie Giulianis ganz persönliche Botschaft zum 11. September. (cs)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare