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Die Nasa erforscht den Mars – und weiß jetzt auch, wie sich Geräusche dort ausbreiten. (Symbolbild)
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Die Nasa erforscht den Mars – und weiß jetzt auch, wie sich Geräusche dort ausbreiten. (Symbolbild)

Weltraumforschung

Mars: Rover Zhurong entdeckt „Schlammvulkan“ – Hinweis auf Wasser?

  • Andreas Apetz
    VonAndreas Apetz
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Der chinesische Mars-Rover Zhurong liefert Datenmaterial vom roten Planeten. Sind die neuen Erkenntnisse ein Hinweis auf historische Wasserquellen?

Hongkong – Der Mars gehört derzeit zu den beliebtesten Spielplätzen der Weltraumforschung. Wissenschaftsteams schicken Rover ins Weltall, um den roten Planeten genauer zu erkunden. Die kleinen Mars-Fahrzeuge machen dabei immer wieder neue Entdeckungen. Eine Maschine der Nasa stieß bei einer Mission auf einen Hinweis, der „eines der größten Rätsel“ des roten Planens gelöst haben soll.

Auch China hat viel Geld investiert und im Mai 2021 ein Landemodul mit dem Rover Zhurong auf den Mars geschickt. Die Maschine ist Teil der Marssonde Tianwen-1, welche bereits im Februar auf dem Planeten gelandet war. Vonseiten der chinesischen Raumfahrtbehörde CNSA heißt es, dass die Mars-Mission bisher „ein voller Erfolg“ sowie ein „wichtiger Meilenstein“ des Welttraumprogramms Chinas sei. Seit September herrschte mehrwöchige Funkstille zwischen der Bodenstation und Tianwen-1. Nun veröffentlichte die China National Space Administration (CNSA) erste Informationen, die die Marssonde auf dem roten Planeten sammeln konnte. Darunter sind auch einige Bilder, die für die Weltraumforschung extrem interessant sein könnten.

Mars: Rover aus China liefert Bilder „von großem wissenschaftlichem Interesse“

Mehr als 30 Wissenschaftler:innen aus ganz China haben sich mit den gesendeten Informationen der Mars-Station befasst, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Fast 200 Gigabyte Datenmaterial, aufgenommen mit acht Funktionseinheiten, die an der Oberfläche des Rovers und Orbiters verbaut sind, galt es auszuwerten. Darunter befanden sich Fotos und Aufzeichnungen des Rovers, Klimadaten zu Temperatur, Druck und Windgeschwindigkeit sowie Informationen über die chemische Zusammensetzung von Gestein und Boden.

Ein von der China National Space Administration (CNSA) veröffentlichtes Foto zeigt Radspuren, die der Marsrover „Zhurong“ hinterlassen hat.

Zhurong ermöglichte es dem Forscherteam, die Oberflächenmerkmale des Mars besser zu verstehen. In der Weltraumforschung wird immer noch nach Hinweisen gesucht, die Leben auf dem Mars nachweisen können. Damit Mikroorganismen überhaupt überleben können, benötigt sie unter anderem H₂O. Die Daten des chinesischen Mars-Rovers könnten beweisen, dass es auf dem roten Planeten früher durchaus Wasser gegeben haben könnte. Die Marssonde soll potenzielle „Schlammvulkane“ entdeckt haben, die auf historische Wasserquellen hindeuten könnten. Damit seien die Informationen „von großem wissenschaftlichen Interesse“, sagt Bo Wu, Planetenwissenschaftler an der Hongkong Polytechnic University und Analyst der Zhurong-Daten. Eine erste Preprint-Studie soll bereits „nützliche Daten zur Oberflächenbeschaffenheit“ des Planeten beinhalten, so Xiao Long, Geologe und Astronom an der Universität in Wuhan.

Die Auswertung des Materials ließ lange auf sich warten. Alle bisher veröffentlichten Informationen stammen aus dem Zeitraum zwischen Februar und Juli 2021. Die Forschenden waren mit der „Bereinigung der Daten“ beschäftigt gewesen. Man habe mit Störungen der Sensoren und Aufnahmegeräten zu kämpfen gehabt. Dass Tianwen-1 Chinas erste Raumfahrtmission zur Oberfläche eine anderen Planeten ist, sei auch ein Grund für die lange Auswertungsphase gewesen, erklärt Astronomin Lu Pan von der Universität Kopenhagen: „Wenn du etwas zum ersten Mal machst, dann ist es immer ein Lernprozess.“

Mars-Rover Zhurong: Wie geht die Mission weiter?

Die ersten Informationen sind da, doch die Mission ist noch lange nicht zu Ende. Tianwen-1 und sein Rover Zhurong sollen den Mars weiterhin erforschen – möglicherweise über Jahre hinweg. Anfang diesen Monat testet die CNSA und europäische Weltraumorganisation ESA zusammen einen neuen Weg der Datenübertragung, damit das Senden zukünftiger Informationen reibungsloser funktionieren kann. Dies sein laut Lu Pan ein „großartiger Schritt“ für die internationale Zusammenarbeit der Weltraumforschung. (aa)

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