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Riga.

Buchauszug 3

Riga: Lettland, 2008

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„Eine ganze Woche lang wird getanzt und gesungen. Den das Singen hat in Lettland – und auch in Estland und Litauen – eine lange Tradition.“

Alle fünf Jahre treffen sich 40.000 Menschen, um gemeinsam zu singen. Denn so schreibt es das lettische Gesetz vor. Gesangsvereine und Chöre aus allen Teilen des Landes kommen im Mezaparks zusammen, dem Wald im Nordosten der Hauptstadt. 40.000 Sängerinnen und Sänger auf einer gigantischen Open-air-Bühne. Dazu 50.000 Zuhörer auf der Tribüne davor. Eine ganze Woche lang wird getanzt und gesungen. Den das Singen hat in Lettland – und auch in Estland und Litauen – eine lange Tradition. Volkslieder waren in den baltischen Ländern während der langen sowjetischen Besetzung verboten, aber wichtig für den Zusammenhalt der Menschen. Die alten Gesänge – in Lettland „dainas“ genannt – sind das Herz der baltischen Kultur. 1,2 Millionen solcher Lieder soll es alleine in Lettland geben. Aija (Zweite von links) und ihre Freundinnen waren aus dem 200 Kilometer entfernten Daugavpils nach Riga zum großen Liederfest gekommen, das es schon seit 1873 gibt. „Die Lieder verbinden unser Volk“, erzählte die blonde Frau, „wir singen, weil wir leben. Und wir leben, um zu singen.“

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