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Nach Beerbaum-Vorwürfen: Reit-Verband will umstrittene Trainingsmethode verbieten

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Von: Sophia Lother

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Ein Reiter überspringt mit seinem Pferd ein Hindernis.
Reit-Verband will sich nun für ein Verbot einer umstrittenen Trainingsmethode einsetzen. (Symbolfoto) © Julian Stratenschulte/dpa

Der Reitsport hat im Jahr 2021 für etliche Furore gesorgt. Nun stellt sich der Reit-Verband FN gegen eine Trainigsmethode, die schon länger kritisiert wird.

Warendorf – Die Reiterliche Vereinigung (FN) will eine umstrittene Trainingsmethode von Pferden am Sprung verbieten. Das entschied das Präsidium der FN und folgt damit der einstimmigen Empfehlung der Kommission Ausbildungsmethoden. „Das FN-Präsidium wird nun im FN-Beirat Sport den Antrag stellen, ein Verbot des Touchierens am Sprung auch im Training in das Turniersport-Regelwerk Leistungsprüfungsordnung (LPO) aufzunehmen“, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag (03.03.2022) die der Deutschen Presseagentur vorliegt.

Die Praxis des sogenannten Touchierens ist umstritten. In den FN-Richtlinien heißt es bislang, dass es sich beim Touchieren „um ein fachgerechtes Sensibilisieren des Pferdes durch gezieltes Berühren der Pferdebeine im Sprungablauf“ handelt. Die Stangen müssen ein glattes Rundholz – nicht mehr als drei Meter lang und nicht schwerer als zwei Kilo – sein. Das Touchieren dürfe nur durch erfahrene Pferdefachleute angewendet werden.

Reit-Verband will sich für Verbot von umstrittener Trainingsmethode einsetzen

Vor einigen Wochen hatte ein Beitrag in der Sendung „RTL Extra“ für Wirbel gesorgt. Darin war dem viermaligen Olympiasieger Ludger Beerbaum vorgeworfen worden, die verbotene Trainingsmethode des Barrens bei seinen Springpferden angewandt zu haben. Beerbaum hatte sich vehement gegen die Anschuldigungen und den Vorwurf der Tierquälerei gewehrt und betont, dass es sich um erlaubtes Touchieren handeln würde.

Es sei nicht Aufgabe der Kommission, die im RTL-Beitrag gezeigten Bilder juristisch zu bewerten und Ordnungsmaßnahmen auszusprechen, hieß es in der Mitteilung, dafür sei die FN-Disziplinarkommission zuständig. Man prüfe weiter, ob sich aus den Bildern der Vorwurf einer Verletzung der Leistungsprüfungsordnung ergebe und werde sich zu den laufenden Ermittlungen nicht äußern. (slo/dpa)

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