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Der King of Pop verdiente 2016 825 Millionen Dollar. Michael Jackson ist im Juni 2009 gestorben.

„Forbes“-Liste

Reich im Jenseits

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Auch wenn manche Prominente bereits tot sind, hat das mitunter keinen negativen Einfluss auf ihren Kontostand. Das „Forbes“-Magazin listet auf, wie viel Prominente sogar noch nach ihrem Ableben verdienen.

Wer tot ist, braucht eigentlich kein Geld. Vor diesem Hintergrund sind die Einnahmen verblichener Prominenter im vergangenen Jahr außerordentlich üppig ausgefallen. Nach einer Auflistung des US-amerikanischen Wirtschaftsmagazins „Forbes“ erzielte eine der verstorbenen Persönlichkeiten sogar die höchste jemals registrierte Jahreseinnahme eines Unterhaltungskünstlers überhaupt. Neben bekannten Namen enthält die Aufstellung auch einige zumindest in Europa weniger populäre Promis. Selbst für die „ärmsten“ der 13 von „Forbes“ genannten reichen Toten gilt: Von solchen Einkünften können die meisten Lebenden nur träumen.

Michael Jackson: Auf das Konto des am 25. Juni 2009 verstorbenen King of Pop flossen 2016 sage und schreibe 825 Millionen US-Dollar. Das ist das höchste je von einem Künstler erzielte Jahreseinkommen, Lebende eingeschlossen. Der Löwenanteil von präzise 750 Millionen Dollar stammt aus dem Verkauf eines Vermarktungsrechte-Pakets, das unter anderem die Songs der Beatles umfasst. Jackson hatte die Rechte 1985 für 47,5 Millionen Dollar erworben und war seinerzeit für den vermeintlich zu hohen Preis geschmäht worden. Bereits zehn Jahre strafte Jackson seine Kritiker Lügen, als er einen 50-Prozent-Anteil für 115 Millionen Dollar an Sony verkaufte. Nun folgte Teil zwei. Allerdings wäre Jackson auch ohne den Deal mit 75 Millionen Dollar Jahreseinnahmen auf Platz eins gelandet.

Charles Schulz: Mit 48 Millionen Dollar kommt der Vater der Peanuts, Charles Schulz, auf Platz zwei. Schulz, dessen Todestag sich am 12. Februar zum 17. Mal jährte, schuf Figuren wie Charly Brown und Snoopy, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen.

Arnold Palmer: Als einer der erfolgreiches Golfprofis überhaupt zählte Palmer, der am 25. September 2016 im Alter von 87 Jahren verstarb, schon zu Lebzeiten zu den Topverdienern. Die im vergangenen Jahr erzielten Einnahmen von 40 Millionen Dollar stammen vor allem aus Unternehmensbeteiligungen und Lizenzen.

Elvis Presley: Der Todestag des Mannes mit dem berühmtesten Hüftschwung des Planeten jährt sich im August zwar bereits zum 40. Mal. Gleichwohl können sich die Einnahmen aus der weltweiten Vermarktung seiner Songs noch immer sehen lassen. 2016 summierten sie sich auf 27 Millionen Dollar.

Prince: Im April vergangenen Jahres starb der Musiker Prince im Alter von 57 Jahren, wie acht Jahre zuvor Michael Jackson an einer Überdosis starker Beruhigungsmittel. Die Einnahmen des 1,57 Meter kleinen Mannes, der mehr als zehn Musikinstrumente beherrschte, beliefen sich 2016 auf 15 Millionen Dollar.

Bob Marley: Meister des Reggae aus Jamaica mit Generationen übergreifender Fangemeinde, der 1981 im Alter von nur 36 Jahren einer Krebserkrankung erlag. Und dessen Songs im vergangenen Jahr 21 Millionen Dollar einspielten. No woman no cry.

Theodor Seuss Geisel: Der amerikanische Kinderbuchautor mit deutschen Wurzeln ist hierzulande weniger prominent. Bekannteste Figur Geisels, der am 24. September 1991 im Alter von 87 Jahren starb, ist der „Grinch“, ein Weihnachten hassender und auch sonst ziemlich schlecht gelaunter Zeitgenosse. Geisels Tantiemen beliefen sich 2016 auf 20 Millionen Dollar.

John Lennon: Der eigenwilligste der Beatles fiel 1980 in New York einem Attentat zum Opfer. Gemeinsam mit Paul Mc Cartney schrieb Lennon die meisten Beatles-Hits und war später auch als Solokünstler erfolgreich. Die Einkünfte 2016 lagen bei zwölf Millionen Dollar.

Albert Einstein: Einziger Wissenschaftler unter den dahin geschiedenen Top-Verdienern, Weltgenie, irgendwie auch Popstar, ersann die Relativitätstheorie, starb 76-jährig am 18. April 1955. Und generierte noch 61 Jahre später noch Einkünfte in Höhe von 11,5 Millionen Dollar.

Bettie Page: Bettie wer? In Deutschland und Europa ist das US-Fotomodell der 50er Jahre nie die ganz große Nummer gewesen. Sie gilt als eine der meistfotografierten Frauen der 1950er Jahre, wurde in den 80er Jahren als Pin-Up-Ikone wieder entdeckt und starb am 11. Dezember 2008 mit 85 Jahren. Einnahmen 2016: elf Millionen Dollar.

David Bowie: Vor 13 Monaten starb der britische Musiker im Alter von 69 Jahren, kreierte Ziggy Stardust, Major Tom und vor allem immer wieder sich selbst, zählt zu den ganz Großen der Popgeschichte, und nahm posthum 2016 10,5 Millionen Dollar ein.

Steve McQueen: Einer der coolsten Typen, die je in Hollywood Karriere machten. Finden seine Fans bis heute. Queen erlag 1980 einem Krebsleiden. Die Einkünfte des vergangenen Jahres summieren sich auf neun Millionen Dollar.

Elizabeth Taylor: Die Hollywood-Diva überlebte ihren Mehrfachgatten Richard Burton um 27 Jahre. Unvergessen sind die gemeinsamem Auftritte der beiden in „Cleopatra“ und „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“. Taylor starb im März 2011 79-jährig, die Einnahmen 2016 lagen bei acht Millionen Dollar.

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