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Heftiger Regen, Sturzflut, Erdrutsche: in der indonesischen Provinz Papua sterben viele Menschen.

Überschwemmungen

Mindestens 73 Tote bei Sturzflut in Indonesien

In der Regenzeit kommt es in Indonesien oft zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Am Wochenende trifft es die Provinz Papua besonders schlimm.

Bei einer Sturzflut in der indonesischen Provinz Papua sind nach Polizeiangaben mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen. Wie Katastrophenschutz-Sprecher Sutopo Purwo Nugroho am Sonntag mitteilte, wurden außerdem mindestens 74 Menschen verletzt. Die Rettungsarbeiten dauerten zunächst noch an.

Nach heftigem Regen waren am Samstag mehrere Dörfer in der Region der Provinzhauptstadt Jayapura von Wassermassen überschwemmt worden. Dabei war es auch zu Erdrutschen gekommen. Das genaue Ausmaß der Schäden war am Sonntag noch unklar.

Die meisten Leichen seien unter den Trümmern beschädigter Häuser gefunden worden, sagte Muhammad Aidi, ein Sprecher der Polizei in Papua. „Der Regen hat zu flutartigen Überschwemmungen geführt, die Schlammlawinen, Baumstämme und andere Materialien aus dem Cyclops-Gebirge runter ins Tal gespült haben.“ Auf dem Weg ins Tal hätten Wasser und Schlamm zahlreiche Häuser beschädigt.

Zwar seien die Fluten inzwischen weitgehend zurückgewichen, weil das Wasser in den Sentani-See am Fuße der Gebirgskette abgeflossen sei. Aber die Schlammlawinen versperrten weiter die Hauptverkehrsachse der an Papua-Neuguinea grenzenden Provinz, erklärte der Polizeisprecher.

Erst im Januar waren während der Regenzeit in Indonesien mindestens 30 Menschen von Erdrutsche und Überschwemmungen getötet worden. Der Monsun dauert in den meisten Regionen des Landes von Oktober bis April. Erdrutsche und Überschwemmungen sind in dieser Zeit keine Seltenheit. (dpa)

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