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Neue Pläne verkündet

Südkorea erleidet nächste herbe Niederlage: Raumfahrt-Mission „unvollendet“

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Es will einfach nicht klappen. Eine weitere Raumfahrt-Mission von Südkorea scheitert. Doch Präsident Moon Jae-in hat bereits neue Pläne.

Seoul - Herber Rückschlag für Südkoreas ambitioniertes Raumfahrt-Programm. Trotz des erfolgreichen Starts einer ersten komplett selbstentwickelten Satelliten-Trägerrakete konnte die Mission nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Die dreistufige „Nuri“-Rakete hob am Donnerstag vom Raumfahrtzentrum Goheung ab und erreichte binnen weniger Minuten ihre angestrebte Höhe von 600 Kilometern. „Es sieht aus, als würde sie ohne Probleme in den Himmel steigen“, hatte ein Fernsehkommentator kurz nach dem live übertragenen Start noch gesagt.

Im Kontrollzentrum brach nach der Trennung der Fracht von der Rakete zunächst Jubel und Beifall aus. Auch das Parlament unterbrach eine Sitzung, um den Start zu verfolgen. Kurz darauf dämpfte Präsident Moon jedoch die Freude. Denn der zweite Schritt scheiterte. Es gelang der Rakete nicht, die 1,5 Tonnen schwere Satelliten-Attrappe auf ihre Erdumlaufbahn zu bringen, teilte Präsident Moon Jae-in mit.

Der Start der Raumfahrt-Mission von Südkorea glückte. Dennoch konnte sie nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Südkorea: Raumfahrtprogramm erlebt erneut herben Rückschlag

Dabei sei die erste Stufe sehr erfolgreich gewesen. Der Start und alle drei Antriebsstufen der Rakete hätten funktioniert, sagte Moon. Auch das Absetzen der Fracht sei geglückt. Allerdings bleibe die Mission, die Attrappe in ihren Orbit zu bringen, „unvollendet“, fügte der Staatschef hinzu.

Rund zehn Jahre wurden in die Entwicklung der dreistufigen Rakete investiert mit Kosten von rund 1,46 Milliarden Euro. „Obwohl die Ziele nicht perfekt erreicht wurden, haben wir mit unserem ersten Start viel erreicht“, sagte Moon. Der südkoreanische Präsident kündigte für Mai 2022 bereits einen weiteren Versuch an.

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Raumfahrt: Neben Südkorea haben auch Japan, China, Indien und Nordkorea ergeizige Pläne

Südkorea ist mit seinen Bestrebungen in Sachen Raumfahrt im asiatischen Raum nicht alleine. Auch Japan, China und Indien verfügen bereits über weiterentwickelte Raumfahrtprogramme. Zuletzt gelang es 2012 auch dem mit Südkorea verfeindeten Nordkorea, einen 300 Kilogramm schweren Satelliten in die Erdumlaufbahn zu bringen. Bisher ist es aber nur sechs Staaten gelungen, Ladungen von mehr als einer Tonne Gewicht ins All zu befördern. Südkorea kann sich nach der fehlgeschlagenen Orbit-Mission fürs Erste nur unter Vorbehalt als siebte Raumfahrernation in diese Gruppe einreihen.

Das südkoreanische Raumfahrtprogramm hatte schon mehrere Rückschläge hinnehmen müssen: 2009 und 2010 waren zwei Starts gescheitert, 2010 war die Rakete zwei Minuten nach dem Start explodiert. 2013 gelang ein Start, allerdings mit einem russischen Triebwerk als erster Antriebsstufe. Die Ziele Südkoreas sind äußert ambitioniert. Im März hatte Präsident Moon Jae-in nach einem Triebwerkstest gesagt, im kommenden Jahr sei ein Flug zum Mond anvisiert. „Wir werden unseren Traum verwirklichen und bis 2030 eine Sonde auf den Mond bringen“, erklärt Moon Jae-in. (slo/AFP)

Rubriklistenbild: © YONHAP / AFP

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