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Die Internationale Raumstation ISS, fotografiert im Jahr 2018.
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Die Internationale Raumstation ISS, fotografiert im Jahr 2018.

Raumfahrt

Russland will Internationale Raumstation ISS länger betreiben

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Russland kokettierte lange mit einem baldigen Ende der Internationalen Raumstation ISS. Nun hört man plötzlich neue Töne aus Moskau.

Moskau – Wie geht es mit der Internationalen Raumstation ISS weiter? Seit gut 21 Jahren ist die Raumstation dauerhaft bewohnt, doch zuletzt traten immer häufiger Probleme und Mängel auf. Mal wurden Löcher oder Risse in der ISS gefunden, mal fielen Systeme an Bord aus oder die Raumstation drehte sich wild um ihre eigene Achse. Die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos, die an der ISS beteiligt ist, kokettierte des Öfteren damit, die Beteiligung an der ISS im Jahr 2025 einstellen zu wollen und dann eine eigene Raumstation zu bauen. Doch nun hört man aus Russland andere Töne.

„Die Raumstation wird bis mindestens 2027/2028 in Betrieb bleiben, und dieser Betrieb sollte maximal vorteilhaft sein“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass den Roskosmos-Direktor für bemannte Raumfahrt, Sergey Krikalyov. Der Start des Labors „Nauka“ und der für Ende November geplante Start des Knotens „Pritschal“ seien nicht das Ende der ISS-Weiterentwicklung, betonte Krikalyov demnach bei einer Veranstaltung zum 60. Jahrestag des ersten Raumflugs durch Juri Gagarin. „Wir haben verschiedene Projekte und Konzepte, die durchgeführt werden müssen, und wir müssen verschiedene Optionen erkunden.“

Russland und die Internationale Raumstation ISS: Plötzlich soll es bis 2027/2028 weitergehen

Es sei eine Option, die aktuelle Raumstation für die Schaffung eines „orbitalen Außenpostens der neuen Generation“ zu nutzen, so Krikalyov weiter. Bereits im Juli hatte Roskosmos-Chef Dmitry Rogozin erklärt, es gebe zwei Vorschläge für eine neue orbitale Raumstation. Eine Möglichkeit sei es, das russische ISS-Segment auszubauen, von der ISS abzutrennen und es im selben Orbit zu belassen. Die zweite Möglichkeit sieht vor, eine neue Raumstation zu bauen und dafür das russische ISS-Modul „Nauka“ als Basis zu verwenden. Diese Station würde die Erde in einem anderen Orbit umkreisen als die ISS.

Internationale Raumstation ISS: Crew-3 um Matthias Maurer soll mit SpaceX starten

Wie auch immer das Schicksal der ISS künftig aussehen wird: Derzeit ist die Raumstation vor allem wegen der an- und abreisenden Crews im Gespräch. Die Crew-3 mit dem deutschen Astronauten Matthias Maurer sollte eigentlich bereits seit Ende Oktober an Bord der Raumstation sein, doch der Flug wurde immer weiter verschoben – erst wegen schlechten Wetters, dann wegen einem gesundheitlichen Problem und später wegen der Rückkehr der Vorgänger-Crew. Nun ist der Start von Matthias Maurer und drei Nasa-Astronaut:innen für den frühen Donnerstagmorgen (11.11.2021) deutscher Zeit geplant.

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Die Astronaut:innen der Crew-2 sind unterdessen wieder sicher auf der Erde angekommen, bei ihrem Rückflug von der ISS durften sie die Toiletten nicht benutzen und mussten stattdessen „ihre Unterwäsche benutzen“, wie es ein Nasa-Manager im Vorfeld erklärte. An den Toiletten in den „Crew Dragon“-Raumkapseln von SpaceX war zuvor ein Defekt festgestellt worden, der jedoch die Kapsel der Crew-3 um Matthias Maurer nicht betrifft. (tab)

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