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Die Gruppe „United Colors Of Change“ will den Namen der „Hof-Apotheke zum Mohren“ in Friedberg ändern.
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Die Gruppe „United Colors Of Change“ will das M-Wort in Friedberg ächten lassen.

Friedberg

Rassismus-Streit um „Hof-Apotheke zum Mohren“ weitet sich aus

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Der Rassismus-Streit um die „Hof-Apotheke zum Mohren“ in Friedberg geht in die nächste Runde. Die Aktivist:innen suchen mit einer zweiten Demo die Offensive.

Friedberg – Stille bedeutet nicht immer unbedingt auch Stillstand. Rund ein Jahr ist es her, dass die Aktivist:innen der Gruppe „United Colors Of Change“ in Friedberg eine Demonstration organisiert haben. Das Ziel: Aufklärung und Namensänderung der „Hof-Apotheke zum Mohren“. Seither ist viel passiert. Corona fegte mit Welle zwei und drei über Deutschland, Donald Trump wurde als US-Präsident abgewählt und Derek Chauvin, Mörder von George Floyd, wurde verurteilt. Was seither nicht passiert ist: die Namensänderung der Apotheke.

Zwar hatte sich nach der Demo Dirk Antkowiak (CDU), Bürgermeister von Friedberg, im Rassismus-Streit um die Friedberger Apotheke eingeschaltet, es folgte Ende 2020 sogar ein Dialog aller Parteien, doch das Ergebnis ist mehr als dürftig. Grund genug für die Aktivist:innen von „United Colors Of Change“, nun die nächsten Schritte einzuleiten.

Rassismus-Streit um Friedberger Apotheke: „United Colors Of Change“ veranstalten Demo

Einer dieser Schritte sieht eine Demonstration vor der „Hof-Apotheke zum Mohren“ in Friedberg (Samstag, 10.07.2021, 14.30 Uhr) vor. Unter dem Titel „Demo gegen Rassismus und koloniale Sprache“ sollen - wie schon vor einem Jahr bei der Demo - verschiedene Künstler:innen auftreten, rappen, singen, tanzen, oder einfach nur Reden halten. Das Gespräch mit Apotheken-Inhaberin Kerstin Podszus und ihrem Anwalt Konrad Dörner Ende 2020 unter Beisein Bürgermeister Antkowiaks sei „nicht konstruktiv“ gewesen, wie ein Sprecher von „United Colors Of Change“ gegenüber fr.de erklärte.

Und so heißt es in einer Stellungnahme der Aktivist:innen, die fr.de exklusiv vorliegt: „Mit einem umfangreichen Programm aus von Rassismus Betroffenen, nicht Betroffenen, PoCs, schwarzen und weißen Menschen, Politiker:innen und Künstler:innen rufen wir nun friedlich zu einer weiteren Veranstaltung auf, um die Menschen zu sensibilisieren.“

Zu den angekündigten Künstler:innen zählen unter anderem die Grünen-Kreistagsabgeordnete Mahwish Iftikhar, Siraad Wiedenroth und Mirrianne Mahn (beide „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V.“), Rapper Benedikt Alpha sowie die bekannte Poetry-Slamerin Feyza-Yasmin Ayhan, besser bekannt unter dem Künstlernamen „Yasmin Poesy“.

Die Aktivist:innen von „United Colors Of Change“ veranstalten in Friedberg eine Demo gegen Rassismus.

Rassismus: M-Wort soll auch in Friedberg geächtet werden

Während die Demo vor der „Hof-Apotheke zum Mohren“ in Friedberg von „United Colors Of Change“ für Aufklärung und Sensibilisierung sorgen will, laufen auch hinter den Kulissen die Drähte heiß. Wie ein Sprecher der Aktivist:innen gegenüber fr.de verriet, hat „United Colors Of Change“ bei der Stadt Friedberg einen Antrag auf die Ächtung des M-Wortes gestellt.

Dieser Vorgang ist nicht neu. Erst vor wenigen Wochen hatte Kassel als erste Stadt Deutschlands der Ächtung des M-Wortes zugestimmt*. Damit erkennt Kassel das Wort „Mohr“ offiziell als rassistisch an. Auch die Aktivist:innen von „United Colors Of Change“ hatten im Gespräch mit fr.de erklärt, warum das M-Wort genauso rassistisch wie das N-Wort ist. Nun soll es in Friedberg geächtet werden. Der Vorgang läuft. (Nico Scheck) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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