In Köln ist einem jungen Mann das Probearbeiten verwehrt worden. (Symbolbild)
+
In Köln ist einem jungen Mann das Probearbeiten verwehrt worden. (Symbolbild)

„Keine Schwarzen“

Rassistische Job-Absage: Betroffener macht WhatsApp-Chat öffentlich

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
    schließen

In Köln ist einem jungen Mann ein Probearbeiten bei einem Sportgeschäft verwehrt worden. Der Grund: seine Hautfarbe. 

  • Einem 27 Jahre alten Mann wurde in Köln ein Probearbeiten bei JD Sports verwehrt. 
  • Der Grund: er hat dunkle Haut
  • Viele solidarisieren sich mit dem 27 Jahre alten Mann. 

Köln – Einem 27 Jahre alten Mann ist in Köln die Möglichkeit auf ein Probearbeiten offenbar wegen seiner dunklen Hautfarbe verwehrt worden. Landu João, der seit 25 Jahren in Deutschland lebt, hatte einen Bekannten gebeten, in einer Kölner Filiale des Sportartikelverkäufers JD Sports, einen Termin zum Probearbeiten auszumachen. 

Rassismus: Absage wegen dunkler Hautfarbe 

Als der 27 Jahre alte Mann von seinem Bekannten wissen wollte, wann er die Arbeit aufnehmen soll, kam die Ernüchterung. Er dürfe nicht zum Probearbeiten erscheinen, da er schwarz sei, wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet. Der Geschäftsführer der Filiale soll behauptet haben, schlechte Erfahrungen mit Menschen mit dunkler Hautfarbe gemacht zu haben. 

Über Facebook teilte Landu João seine Erfahrung. „Schwarze klauen nur, Stören Arbeitsklima, Bilden nur Gruppen, Aber will alle Schwarzen da raus haben und will keine mehr annehmen“, kommentiert er den Post. Unzählige Menschen solidarisieren sich mit dem 27 Jahre alten Mann.  

Rassismus: Mann mit dunkler Hautfarbe nicht zum Probearbeiten zugelassen 

JD Sports sei für eine Stellungnahme derzeit nicht erreichbar. An der Kölner Filiale hängt ein Zettel: „Wir wurden über die Vorfälle vom Wochenende informiert. Diese Art von Angelegenheiten nehmen wir sehr ernst und haben unverzüglich eine Untersuchung veranlasst. JD Sports (...) ist stolz darauf, ein multikultureller Arbeitgeber zu sein.“ In einer weiteren Erklärung auf Facebook teilt JD Sports mit, dass der „betroffene Kollege nicht mehr für das Unternehmen arbeitet.“

In Berlin ereignete sich ein ähnlicher Fall. Ein Architekturbüro aus sorgt mit einer Mail auf eine Bewerbung für einen Rassismus-Eklat. Das Unternehmen reagiert - mit fragwürdigen Erklärungen. Die Antwort auf die Bewerbung lautet „Bitte keine Araber“. 

Wegen ihres asiatischen Aussehens wird drei jungen Menschen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet das Virus unterstellt. Drei Betroffene erzählen von ihren Erlebnissen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare