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R. Kelly muss für 30 Jahre ins Gefängnis

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Von: Daniel Dillmann

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R. Kelly hat jahrelang zahlreiche Frauen missbraucht und wurde von einer Jury in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Nun ist das Strafmaß bekannt.

New York – R. Kelly muss fast genauso lange ins Gefängnis, wie die Vorwürfe des Missbrauchs gegen ihn existieren. Vor 25 Jahren erhoben erstmals Frauen in den USA ihre Stimme und berichteten von Übergriffen des Popstars. Vergangenes Jahr wurde aus den Vorwürfen ein Urteil. Eine Jury in New York sprach R. Kelly in allen Anklagepunkten schuldig - darunter sexuelle Ausbeutung Minderjähriger, Kidnapping und Bestechung.

Nun lud das Gericht R. Kelly erneut vor, diesmal, um sein Strafmaß zu verkünden. 30 Jahre Gefängnis. Der einstige Superstar, der mit dunkler Sonnenbrille und schwarzer Corona-Maske erschienen war, nahm das Urteil laut US-Medien wortlos entgegen. Die Vorwürfe der zahlreichen Frauen hatte Kelly immer zurückgewiesen. Im August 2021 sagten die ersten Frauen gegen Kelly aus.

30 Jahre ins Gefängnis: R. Kelly hat in New York sein Strafmaß für mehrfachen Missbrauch erhalten.
30 Jahre ins Gefängnis: R. Kelly hat in New York sein Strafmaß für mehrfachen Missbrauch erhalten. © Elizabeth Williams/dpa
Robert Sylvester „R.“ Kelly
Geburtsdatum8. Januar 1967 (55 Jahre)
GeburtsortChicago
KinderJay Kelly, Robert Kelly Jr., Joann Kelly
EhepartnerinnenAndrea Kelly (1996-2009), Aaliyah (1994-1995)

Urteil für Ex-Popstar R. Kelly steht fest: „Du hast so viele Menschen zerstört“

Sieben dieser Frauen waren ebenfalls anwesend und erzählten ein weiteres Mal, wie sie von R. Kelly gedemütigt, geschlagen und missbraucht worden waren. „Robert, du hast so viele Menschen zerstört“, wandte sich eines seiner Opfer an den Popstar selbst.

Missbrauchsprozess: Ex-Popstar R. Kelly aus den USA muss 30 Jahre in Haft.
Missbrauchsprozess: Ex-Popstar R. Kelly aus den USA muss 30 Jahre in Haft. © Ashlee Rezin/dpa

Mit dem Strafmaß von 30 Jahren geht das Gericht sogar noch über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Die hatte mindestens 25 Jahre gefordert, zusätzlich noch eine Geldstrafe zwischen 50.000 und 250.000 Dollar. Von R. Kelly gehe immer noch eine Gefahr aus, begründeten die Ankläger die Forderung.

Seine Anwälte forderten Nachsicht mit R. Kelly. Ihr Mandant, der mit Welthits wie „I believe I can fly“ Millionen verdient haben dürfte, sei nun quasi pleite. „Seine Musik wird nicht mehr gespielt“, so Kellys Anwältin Jennifer Bonjean. „Wir sehen es an seinen Tantiemen, die seit dem Prozess extrem zurückgegangen sind.“ (dil/dpa)

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