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„Querdenker“

Keine Zugfahrten für Maskenverweigerer – Bahn verhängt erste Verbote

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Die Deutsche Bahn greift zu härteren Mitteln im Kampf gegen Maskenverweigerer. Einige von ihnen dürfen jetzt weder Zug fahren noch Bahnhöfe betreten.

Berlin - Wer Zug fährt, hofft seit Beginn der Corona-Pandemie meist nicht nur darauf, seinen Anschluss pünktlich zu erreichen. Wer mit Menschen das Zugabteil teilt, die die Gefahr durch das Coronavirus herunterspielen oder gar leugnen, den treiben noch andere Sorgen um: Ist die Maske da, wo sie in beengten Räumen sitzen soll, damit sie schützt, also über Nase und Mund?

Deutsche Bahn greift gegen Maskenverweigerer durch: Zugverbote erteilt

Die Deutsche Bahn versucht, solchen Sorgen mehr als ein Jahr nach Beginn der Pandemie jetzt entschiedener zu begegnen: Einem Bericht der Zeitung „Welt am Sonntag“ zufolge hat sie erste bundesweit gültige Zugverbote gegen Maskenverweigerer verhängt. Diesen Schritt angekündigt hatte sie bereits Ende letzten Jahres. Es gebe immer wieder Passagiere, die der Maskenpflicht in Zügen nicht Folge leisteten – manche von ihnen wieder und wieder.

Sechs Monate lang gelten die jetzt verhängten Verbote dem Bericht zufolge und verbieten nicht nur das Reisen im Regional- und Fernverkehr, sondern auch das Betreten von Bahnhöfen. Bei Verstößen könne die Bahn Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstatten. So ein Verstoß sei bisher noch nicht registriert worden. Die „Welt am Sonntag“ gibt zu bedenken, dass so ein Beförderungsausschluss auch nur schwer zu kontrollieren sei.

Die Deutsche Bahn verhängt erste Verbote gegen Maskenverweigerer. Bei Zuwiderhandlung droht eine Anzeige. (Symbolbild)

Maßnahmen gegen notorische Maskenverweigerer – Auch Bahnhöfe sind mit einem Verbot tabu

Nichtsdestotrotz ist es ein klares Signal an notorische Regelbrecher. Unter den vom Verbot Betroffenen befinden sich mehrere Corona-Leugner. Einige dieser selbst ernannten „Querdenker“ belästigten Ende Dezember 2020 in einem Regionalexpress in Dresden andere Passagiere. Sie filmten die Tat selbst und stellten die Bilder ins Internet. Dabei könnte es sich um einen Vorfall handeln, bei dem der in der Szene bekannte „Querdenker“ „Captain Future“ beteiligt war. Dieser stimmte mit seinen Mitstreitern eigens umgedichtete Songs an – alles ohne Maske und Abstand.

Noch Mitte Dezember vergangenes Jahr kam eine Studie der Deutschen Bahn und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu dem Ergebnis, dass die Atemluft in Zügen durch das Tragen von Masken weniger stark durch Tröpfchen und Aerosole belastet wird als ohne Masken. (mp)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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