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Fluchtgefahr: „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg bleibt in U-Haft

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Von: Nail Akkoyun

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Michael Ballweg auf einer „Querdenken“-Demo in Bochum im November 2020.
Michael Ballweg auf einer „Querdenken“-Demo in Bochum im November 2020. © Christoph Reichwein/Imago

Seit Ende Juni sitzt der „Querdenken“-Initiator Michael Ballweg in Untersuchungshaft. Wegen akuter Fluchtgefahr soll er dort vorerst bleiben.

Stuttgart – Der Gründer der „Querdenken“-Bewegung, Michael Ballweg, bleibt nach einer Haftprüfung in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Stuttgart habe am Freitag (19. August) entschieden, den Haftbefehl aufrechtzuerhalten, teilte Ballwegs Anwalt Alexander Christ mit.

Das Verteidigerteam will nach Angaben von Christ „nach Auswertung und Begründung kurzfristig eine Erklärung abgeben“. Der Rechtsbeistand des 47-Jährigen hatten die Haftprüfung beantragt, da sie die in der Ermittlungsakte vorgebrachten Verdachtsmomente für nicht gedeckt hielten, wie Anwalt Christ mitteilte. Das Amtsgericht Stuttgart traf nach einem Haftprüfungstermin am vergangenen Montag (15. August) zunächst keine Entscheidung, sondern machte von einer einwöchigen Frist dafür Gebrauch.

„Querdenken“-Bewegung: Im Fall Ballweg besteht weiterhin Fluchtgefahr

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen Betrugs und Geldwäsche gegen Ballweg. Dieser sitzt seit dem 29. Juni wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Bei einer Durchsuchung Ende Juni hatten sich laut Behörden-Angaben konkrete Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Ballweg sich mit seinen Vermögenswerten ins Ausland absetzen wollte. Nach Angaben aus Justizkreisen besteht der Verdacht des Betruges in Höhe von rund 640.000 Euro sowie der Geldwäsche in Höhe von rund 430.000 Euro.

Zuvor hatte man sich zuversichtlich gezeigt, dass Ballweg danach auf freien Fuß kommen würde. Bei dem Termin am Montag sollte den Angaben zufolge geprüft werden, ob der dringende Tatverdacht und die Fluchtgefahr weiterhin bestehen. Eine weitere mündliche Haftprüfung kann nur im Abstand von drei Monaten beantragt werden, wie das Amtsgericht Stuttgart zuvor mitgeteilt hatte.

Während der Haftprüfung hatten sich laut Polizei mehrere Hundert Unterstützer:innen der „Querdenken“-Bewegung vor der Justizvollzugsanstalt in Stuttgart-Stammheim versammelt, um für die Freilassung des prominenten Kritikers der Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. (nak/dpa)

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