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Das frisch verlobte Paar: Prinz Harry und Meghan Markle, die bereits den Verlobungsring trägt.
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Das frisch verlobte Paar: Prinz Harry und Meghan Markle, die bereits den Verlobungsring trägt.

Großbritannien

Die Queen wünscht alles Gute

  • Sebastian Borger
    VonSebastian Borger
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Jetzt ist es offiziell: Im britischen Königshaus brechen moderne Zeiten an. Prinz Harry heiratet eine Schauspielerin. Und die ist alles, was lange gar nicht ging: bürgerlich, katholisch, amerikanisch.

Das britische Königshaus wird wohl auch im neuen Jahr für positive Schlagzeilen und herrliche Fotos sorgen. Nach lang anhaltenden Spekulationen bestätigten Prinz Harry und seine Freundin Meghan Markle am Montag: Im Frühjahr wird geheiratet. Die Verlobung sei diesen Monat schließlich erfolgt, teilte der „entzückte“ Vater des Bräutigams, Thronfolger Prinz Charles, in einer kurzen Verlautbarung mit.

Zuvor hatte Harry, 33 Jahre alt, sowohl seine Großmutter, Königin Elizabeth II, um Erlaubnis gebeten, wie es ihm die Gesetzeslage vorschreibt, als auch die Einwilligung der US-amerikanischen Brauteltern eingeholt. Die geschiedene Schauspielerin Markle, 36, hat ihre Wohnung im kanadischen Toronto aufgelöst und zieht mit ihren Hunden in Harrys Haus neben dem Kensington-Palast.

Prinz Harry „außer sich vor Freude“

Nachmittags erschien das Paar kurzzeitig zu einem Fototermin vor dem Palast. Er sei „außer sich vor Freude“, sagte Harry, seine glücklich lächelnde Braut an der Seite. Er habe „gleich beim ersten Mal“ gewusst, dass Markle die Richtige für ihn sei. Der Fünfte der Thronfolge hatte seine Freundin im Oktober der Queen vorgestellt. Auch die 91-jährige Monarchin und ihr Mann Philip, 96, ließen am Montag ihre Freude über das Brautpaar mitteilen: „Wir wünschen ihnen alles Glück.“

Die zukünftigen Nachbarn, Prinzessin Kate und Prinz William, äußerten sich „begeistert für Meghan und Harry“. Die geschiedenen Brauteltern, Doria Ragland und Thomas Markle, beschrieben ihre Tochter als „freundlich und liebevoll“ und billigten dem Bräutigam dieselben Eigenschaften zu. Wärmste Glückwünsche überbrachte im Namen der britischen Regierung die Premierministerin Theresa May; auch andere Spitzenpolitiker wie Mays Vorgänger David Cameron gratulierten dem Paar.

Bereits vergangene Woche hatten sich in London die Gerüchte über eine Verlobung des einstigen Partyprinzen gehäuft, die Buchmacher nahmen von Donnerstag an keine Wetten mehr entgegen. Am Montag verlagerte sich das Interesse der royalen Fans auf Zeitpunkt und Ort des freudigen Ereignisses. Da das Prinzenpaar Kate und William im April ein Geschwisterchen für Prinz George, 4, und Prinzessin Charlotte, 2, erwartet, dürfte die Hochzeit kaum vor Mai steigen. Als wahrscheinlichster Ort gilt Westminster Abbey, wo sich 2011 auch Harrys älterer Bruder William und Kate Middleton das Ja-Wort gegeben hatten. Infrage kommen aber auch die Londoner Paulskathedrale oder die Schlosskirche von Windsor, wo 2005 Prinz Charles und Prinzessin Camilla die kirchliche Segnung für ihre zweite Ehe erhalten hatten.

Was damals noch umstritten war, nämlich die Wiederverheiratung Geschiedener, ist inzwischen in der anglikanischen Staatskirche zur Normalität geworden. Deren höchster Geistlicher Justin Welby, Erzbischof von Canterbury, äußerte sich hocherfreut darüber, dass das Paar „sein Gelübde vor Gott ablegen“ wolle. Auch die Tatsache, dass Markle als Katholikin aufwuchs, gilt seit einer Gesetzesänderung 2013 nicht mehr als Hinderungsgrund. Hingegen war die katholische Kanadierin Autumn Kelly noch eigens zum Anglikanismus konvertiert, ehe sie 2008 den ältesten Enkel der Queen, Peter Phillips, heiratete. Dadurch blieb damals dessen winziger Thronanspruch gewahrt. Unverändert bleibt hingegen die Maßgabe, dass etwaige Kinder von Meghan und Harry, soll deren Thronanspruch gewahrt bleiben, nicht als Katholiken getauft werden dürfen.

Erster gemeinsamer Auftritt im September

Die erste Begegnung, auf die Prinz Harry am Montag Bezug nahm, ereignete sich im Juli vergangenen Jahres in einem Londoner Club. Ein gemeinsamer Freund stellte Markle dem Prinzen vor. Dem Vernehmen nach konnte sie sich in den darauffolgenden Tagen kaum retten vor den drängenden Textbotschaften des Hauptmanns der Reserve. Vor gut einem Jahr bestätigte der Kensington-Palast die bis dahin geheime Liaison. Verbunden war die Mitteilung mit dem wütenden Hinweis, die Tochter einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters sei „einer Welle von Schmähungen und Belästigungen“ sowie „offenem Sexismus und Rassismus“ ausgesetzt gewesen. Gemeint waren die bekanntermaßen robusten Londoner Boulevardmedien.

Einem öffentlichen Auftritt mit Harry ging Markle im Anschluss daran noch einige Monate aus dem Weg. Im September allerdings demonstrierte das Paar schließlich seine Liebe am Rand der sogenannten Invictus-Wettkämpfe für kriegsversehrte Soldaten in Toronto. Spätestens seither schien es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Beziehung offiziell gemacht werden würde.

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