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Beerdigung der Queen: Wachmann kollabiert am Sarg von Elizabeth II.

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Von: Tobias Utz

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Zur Beerdigung der Queen wird Prominenz erwartet. Mehrere Staaten sind jedoch am Montag unerwünscht.

Update vom Donnerstag, 15. September, 04.10 Uhr: Ein Wachmann ist am Sarg von Queen Elizabeth II. in der Londoner Westminster Hall zusammengebrochen. Er hatte in der Nacht zu Donnerstag (15. September) vor dem Sarg auf einem kleinen Podest gestanden, wie in einer Live-Übertragung des öffentlich-rechtlichen Senders BBC zu sehen war. Während eines Wachwechsels fiel der Wachmann dann vornüber und prallte mit dem Gesicht auf den Boden. In der sonst sehr stillen Westminster Hall, in der der Sarg der Queen aufgebahrt steht, war der Aufprall deutlich zu hören. Bereits zuvor war der Wachmann mehrfach ins Schwanken geraten und einmal vom Podest gestolpert.

Umstehende Wachen eilten dem Gestürzten zu Hilfe und drehten ihn auf den Rücken. Mehrere wartende Menschen, die von der Queen Abschied nehmen wollten, schlugen erschrocken die Hände vor dem Gesicht zusammen. Der Livestream wechselte daraufhin zu einer Außenansicht.

Die Mahnwache am Sarg von Königin Elizabeth II. in der Westminster Hall.
Die Mahnwache am Sarg von Königin Elizabeth II. in der Westminster Hall. © Yui Mok/dpa

Queen ist tot: Drei Länder sind auf der Beerdigung unerwünscht

Update vom Mittwoch, 14. September, 16.00 Uhr: Bei der Beerdigung von Queen Elizabeth II. sind einem Medienbericht zufolge Vertreter mehrerer Staaten unerwünscht. Russland und Belarus, gegen die Großbritannien wegen des Ukraine-Kriegs Sanktionen erlassen hat, sowie Myanmar haben keine Einladung erhalten. Das berichtet die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungskreise in London. Der Iran, zu dem die diplomatischen Beziehungen belastet sind, werde lediglich auf Botschafterebene vertreten sein, hieß es.

Beerdigung der Queen

Hier sehen Sie die Trauerfeier und die Beerdigung von Queen Elizabeth II. im Live-Stream oder live im TV

Update vom Dienstag, 13. September, 16.45 Uhr: Zahlreiche Staatsgäste werden zur Trauerfeier und Beerdigung der Queen am Montag erwartet, unter anderem Joe Biden (s. Erstmeldung). Zudem planen offenbar zahlreiche Besucherinnen und Besucher nach London zu reisen, um zu trauern. Angesichts der Menschenmassen vor Ort, hat das britische Außenministerium eine dringende Bitte an alle hochrangigen, internationalen Gäste ausgesprochen. Laut einem Bericht des US-Nachrichtenportal Politico sollen sie nicht per Privatjet oder Helikopter zum Begräbnis der Queen anreisen, sondern Linienflüge nutzen. Der Bericht bezieht sich auf interne Dokumente des Ministeriums.

Queen ist tot
Queen Elizabeth II., fotografiert im Juni 2022. (Archivfoto) © Foto: Jane Barlow / PA Wire / dpa | Bearbeitung: IPPEN.MEDIA

Für die Anreise der Staatsoberhäupter solle jedoch nicht der Londoner Flughafen Heathrow, sondern die umliegenden Flughäfen, genutzt werden. Hintergrund sei ein möglichst reibungsloser Ablauf der Organisation rund um die Beerdigung der Queen. Neben Privatjets sollen die Gäste auch auf die Fahrt in eigenen Autos und Dienstwagen verzichten. Stattdessen müssen sie diese an einem Treffpunkt in London abgestellt werden, bevor es in organisierten Bussen gemeinsam zu Westminster Abbey geht. Davon betroffen ist neben US-Präsident Biden auch Bundespräsident Steinmeier.

Queen-Beerdigung: Joe Biden erhält ungewöhnliche Einladung nach London

Erstmeldung vom Montag, 12. September, 14.30 Uhr: London/Washington D.C. – Queen Elizabeth II. ist tot. Sie soll am Montag (19. September) in London beerdigt werden. Zahlreiche Gäste sind zum Begräbnis geladen, darunter auch US-Präsident Joe Biden.

Der 79-Jährige erhielt im Vorfeld der Beerdigung eine entsprechende Einladung. Diese wird er wahrnehmen, wie Biden am Freitag (9. September) in einem Statement ankündigte. „Ich kenne die Details noch nicht, aber ich werde dorthin reisen“, so der US-Präsident bei einer Rede in Columbus im Bundesstaat Ohio. Biden erklärte, er habe noch nicht mit Elizabeths Nachfolger, König Charles III., gesprochen: „Ich kenne ihn, habe aber noch nicht mit ihm telefoniert.“ Auch das Weiße Haus bestätigte dies am Sonntag. Biden werde nach Großbritannien reisen, hieß es in einem weiteren Statement.

Beerdigung von Queen Elizabeth II. in London: Joe Biden erhält Einladung

Wie der US-Sender CNN jedoch berichtet, sind erste Einzelheiten bereits bekannt. Das Königshaus habe eine „spezielle Einladung nur für den Präsidenten und die First Lady“ ausgesprochen. Laut dem Bericht soll der US-Präsident lediglich mit seiner Ehefrau Jill Biden, ohne eine Delegation, anreisen.

Hintergrund dessen sei ein Platzmangel bei der Beerdigungszeremonie in London, hieß es. Rund 2000 Gäste werden laut übereinstimmenden Medienberichten erwartet.

Queen-Beerdigung: Das ist am Montag in London geplant

Die Beerdigung von Queen Elizabeth II. ist am Montag (19. September) um 12.00 Uhr geplant, wie der Buckingham Palast mitteilte. Es soll in Westminister Abbey in London stattfinden. Dort werde ein Gottesdienst stattfinden, hieß es aus dem Palast.

Anschließend soll der Sarg der Queen nach Windsor gebracht werden, wo sie an der Seite ihres verstorbenen Mannes Prinz Philip beigesetzt werden soll. Er verstarb erst vergangenes Jahr. Laut Angaben des Buckingham Palastes soll nach dem 19. September noch insgesamt sieben Tage in Großbritannien um die Queen getrauert werden. So lange sollen unter anderem die Flaggen an königlichen Schlössern und Anwesen auf halbmast wehen. Davon ausgenommen soll die Königliche Standarte sein, falls der König anwesend ist. (tu mit AFP/dpa)

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