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Nach Tod der Queen: Schottland nimmt Abschied - Prozession durch Edinburgh

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Von: Diana Rissmann, Stefan Krieger, Sandra Kathe, Vincent Büssow, Sophia Lother

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Queen Elizabeth stirbt 96-jährig auf ihrem Landsitz Balmoral, wo sie von einem medizinischen Team betreut wurde. Ihr Nachfolger wird König Charles III.

Update vom Montag, 12. September, 8.00 Uhr: In Großbritannien werden am Montag die Feierlichkeiten zu Ehren der verstorbenen Queen Elizabeth II. fortgesetzt. Nach einem Besuch beim Parlament in London fliegen der neue König, Charles III., und seine Frau Camilla nach Schottland. Dort wird der Sarg mit den sterblichen Überresten der Queen in einer Prozession durch die Hauptstadt Edinburgh in die St. GIles-Kathedrale gebracht und aufgebahrt. Der König und Mitglieder seiner Familie planen dort eine Nachtwache für die Verstorbene abzuhalten.

Sargträger tragen den mit der königlichen Standarte von Schottland drapierten Sarg von Königin Elizabeth II. bei seiner Ankunft in Holyroodhouse, Schottland.
Sargträger tragen den mit der königlichen Standarte von Schottland drapierten Sarg von Königin Elizabeth II. bei seiner Ankunft in Holyroodhouse, Schottland. © Alkis Konstantinidis/dpa

Nach Tod der Queen: Sarg von Elizabeth II. in Edinburgh angekommen

+++ 18.30 Uhr: Der Leichenwagen mit dem Sarg von Queen Elizabeth II. ist in der schottischen Hauptstadt Edinburgh angekommen. Nach einer mehrstündigen Fahrt von ihrem Landsitz Balmoral in den schottischen Highlands erreichte der Konvoi am Sonntagnachmittag die Königliche Residenz Palace of Holyroodhouse, wo er von einer Ehrengarde empfangen wurde. Ihre Tochter Prinzessin Anne hatte den Sarg in einem anderen Wagen begleitet, zudem waren die Queen-Söhne Prinz Andrew und Prinz Edward bei der Ankunft vor Ort. Der Sarg sollte über Nacht in dem Palast aufgebahrt werden, bevor er am Montag mit einer Prozession in die St.-Giles-Kathedrale geleitet wird.

Begleitet wurde der Leichenwagen auf seiner Fahrt, die unter anderem durch die Städte Aberdeen und Dundee führte, von weiteren Fahrzeugen und Motorrädern. Tausende Menschen säumten die Route, um durch die Fensterscheiben des Leichenwagens einen Blick auf den Sarg zu werfen. Dieser war mit der royalen Standarte für Schottland und Blumen bedeckt.

Update vom Sonntag, 11. September, 12.08 Uhr: Der Sarg mit den sterblichen Überresten der am Donnerstag (8. September) verstorbenen Queen Elizabeth II. hat am Sonntag (11. September) Schloss Balmoral in Schottland verlassen. Eine Kolonne aus sieben Fahrzeugen passierte um kurz nach 11 Uhr (MESZ) das Tor des Landsitzes der königlichen Familie. In einem der Wagen befand sich der in die königliche Standarte Schottlands gehüllte Sarg aus Eichenholz.

Die sterblichen Überreste der britischen Monarchin werden in einer sechsstündigen Fahrt in die schottische Hauptstadt Edinburgh überführt. Am Montag wird der Sarg in einer Prozession durch die schottische Hauptstadt in die St. Giles-Kathedrale gebracht, wo ein Trauergottesdienst mit der königlichen Familie stattfindet.

Am Dienstag wird der Sarg per Flugzeug nach London überführt, wo er ab Mittwoch vier Tage lang in Westminster Hall öffentlich aufgebahrt wird. Die staatliche Trauerfeier findet am 19. September in der Londoner Westminster Abbey statt. Erwartet werden Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter von Königshäusern aus aller Welt. Anschließend wird die Queen auf Schloss Windsor im engsten Familienkreis beigesetzt.

Nach Tod von Queen Elizabeth II.: Wann Charles zum König ausgerufen wird

Update von Samstag, 10. September, 08.35 Uhr: Nach dem Tod der Queen hat Charles III. bei seiner Rede an die Nation am Freitag (9. September) für eine Überraschung gesorgt: Thronfolger William und dessen Frau Kate bekommen neue Titel verliehen. Sie sind nun Prinz und Prinzessin von Wales. Kate war bislang Herzogin, mit dem Titel „Prinzessin von Wales“ trägt die 40-Jährige künftig einen Titel, den zuletzt Prinzessin Diana während ihrer Ehe mit Charles aktiv genutzt hatte. Die Nachrichtenagentur PA zitierte eine royale Insiderquelle, der zufolge Kate sich der Geschichte dieses Titels bewusst sei, aber in die Zukunft blicken und „ihren eigenen Weg“ gehen wolle.

Auch die Art der Rede von Charles war ungewöhnlich. Der Sohn von Queen Elizabeth II. wurde ungewohnt persönlich, als er zum Ende hin Worte an seine verstorbene Mutter richtete: Er bedankte sich bei seiner „lieben Mama“ für „Ihre Liebe und Hingabe an unsere Familie und an die Familie der Nationen, denen Sie all die Jahre so fleißig gedient haben“.

Nach Tod der Queen: Charles wird am Samstag förmlich zum König ausgerufen

Charles III. wird am heutigen Samstag förmlich zum Monarchen ausgerufen. Gemäß der Tradition tritt dazu am Vormittag (11.00 Uhr MESZ) ein spezielles Gremium, der Accession Council, im Londoner St. James‘s-Palast zusammen. Nachdem der neue König vor dem Rat einen heiligen Eid abgelegt hat, wird die Proklamation vom Balkon des Palastes aus durch den ranghöchsten Herold, den Garter King of Arms, verlesen (12.00 Uhr MESZ).

Nach Tod von Queen Elizabeth II.: Charles III. verlässt Schloss Balmoral - wie es nun weitergeht

+++ 13.42 Uhr: Nach dem Tod von Königin Elisabeth II. sind in England alle Fußball-Spiele des kommenden Wochenendes abgesagt worden. Wie die Premier League und die English Football League am Freitag mitteilten, wurden die für den 9. bis 12. September angesetzten Begegnungen verschoben. „Um ihr außergewöhnliches Leben und ihren Beitrag für die Nation zu ehren und als Zeichen des Respekts wird die Spielrunde der Premier League an diesem Wochenende verschoben, einschließlich des Spiels am Montagabend“, hieß es in einer Mitteilung.

Die Premier League und alle ihre Clubs würden den langen und unerschütterlichen Dienst Ihrer Majestät für das Land würdigen wollen, erklärte Premier-League-Chef Richard Masters. „Als unsere am längsten amtierende Monarchin war sie eine Inspiration und hinterlässt ein unglaubliches Vermächtnis nach einem Leben voller Hingabe“, betonte er. Wie mit den weiteren Spielen in der Zeit der Trauerzeit verfahren werde, will der Ligaverband zeitnah entscheiden. Zeitgleich hat auch die EFL, die für die drei Ligen unterhalb der Premier League verantwortlich ist, alle am kommenden Wochenende geplanten Partien der unteren Ligen verschoben.

+++ 13.31 Uhr: Der neue britische König Charles III. ist auf dem Weg vom schottischen Schloss Balmoral nach London. Der 73-Jährige fuhr gemeinsam mit seiner Frau Camilla in einem Fahrzeugkonvoi in Richtung des Flughafens von Aberdeen, wie AFP-Reporter vor der königlichen Residenz berichteten. Die beiden hatten die Nacht auf Schloss Balmoral verbracht, wo Queen Elizabeth II. am Donnerstag im Alter von 96 Jahren starb.

Am Abend wird sich der König in einer aufgezeichneten Fernsehansprache an seine Untertanen wenden. Zuvor ist eine erste Audienz mit Premierministerin Liz Truss geplant. Ein Regierungssprecher erklärte am Freitag, das gesamte Kabinett stehe „geeint“ hinter dem König.

Nach Tod von Queen Elizabeth II. - Scholz äußert sich

+++ 12.35 Uhr: Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. ist in aller Welt Trauerstimmung zu spüren. Politiker aus aller Welt zollten der Königin Respekt. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz äußerte sich. „Großbritannien hat seine Königin verloren, die Welt eine Jahrhundertfigur“, betonte er. „Die Queen verkörperte das Beste unseres gemeinsamen europäischen Erbes: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.“

Scholz fügt hinzu: „Deutschland blickt voller Dankbarkeit auf die Queen, die neben vielem anderen auch dafür stand, dass sich die einstigen Kriegsgegner Großbritannien und Deutschland wieder aussöhnen konnten“. „Auch Deutschland trauert um die britische Queen“, erklärte Scholz und sagte, dass er der britischen Premierministerin bereits unsere Anteilnahme übermittelt habe. Charles III. wünschte er „Kraft, Geschick und das nötige Glück für sein neues Amt.“

Nach Tod von Queen Elizabeth II. - Reise von König Charles III nach London geplant

+++ 11.25 Uhr: Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. hat der neue britische König Charles III. die Dauer der Trauerzeit für die Königsfamilie festgelegt. Wie der Palast mitteilte, soll nach dem Begräbnis noch sieben Tage getrauert werden. Bis dahin sollen auch die Flaggen an den königlichen Schlössern auf halbmast wehen, mit Ausnahme der Königlichen Standarte, wenn der König anwesend ist. Nach vom Palast noch nicht bestätigten Angaben, könnte das Staatsbegräbnis am 19. September stattfinden.

Nach Tod von Queen Elizabeth II. - Reise von König Charles III nach London geplant

Update von Freitag, 9. September, 10.22 Uhr: Angesichts des Todes von Queen Elizabeth II. herrscht in aller Welt Trauerstimmung. Vor den Palästen in London und Windsor sowie in Schottland, wo die Königin am Donnerstag gestorben ist, legten Bürger Blumen ab. In London, an Schloss Windsor und an Schloss Balmoral in Schottland ist für Freitagmittag Glockengeläut geplant, in London auch Salutschüsse als Ehrerweisung für die Queen.

Charles (73) wurde mit dem Tod seiner Mutter König, aber die formelle Proklamierung zum Monarchen erfolgt durch einen eigens dafür eingesetzten Rat, der am Samstag (10. September) im St. James‘s Palace in London zusammenkommt. Geplant ist außerdem, dass König Charles III. mit seiner Frau Camilla von Schottland nach London reisen wird. Charles soll dort zu einem ersten Gespräch mit der neuen Premierministerin Liz Truss zusammenkommen. Für den Abend ist eine Rede des neuen Monarchen an die Nation geplant.

Nach Tod von Queen Elizabeth II.: Wann das Staatsbegräbnis erwartet wird

Schon vor Jahren wurde minuziös geplant, was nach dem Tod der Queen passieren soll. Ihr Staatsbegräbnis wird für Montag, den 19. September, erwartet. Zuvor soll König Charles III. eine Trauerreise durch das Vereinigte Königreich antreten.

Trauer nach dem Tod der Queen: König Charles III ist Staatsoberhaupt

+++ 06.10 Uhr: Für die meisten Menschen in Großbritannien ist es der erste Morgen ohne Königin – nach dem Tod von Queen Elizabeth II. am Donnerstag ist der Monarch nun männlich. König Charles III. (73), der als ewig wartender Thronfolger galt, ist seiner Mutter als Staatsoberhaupt gefolgt. „Während dieser Phase der Trauer und des Wandels werden meine Familie und ich getröstet und getragen durch das Wissen über den Respekt und die tiefe Zuneigung, die der Queen so weithin entgegengebracht wurde“, sagte er einer Mitteilung zufolge. 

Update vom Freitag, 9. September 2022, 02.45 Uhr: Nach Informationen der schottischen Zeitung The Herald werden in Schottland riesige Menschenmassen erwartet, die um die Queen trauern. Klar sei, dass das schottische Parlament, „der benachbarte Palast Holyroodhouse und die Kathedrale St. Giles die Schwerpunkte sein werden“. Holyroodhouse ist die offizielle Residenz der Queen in Edinburgh. Im benachbarten Parlamentsgebäude wird ein Kondolenzbuch ausgelegt, in das sich trauernde Bürger eintragen können.

Der Leichnam der Queen wird laut The Herald zunächst in Holyroodhouse aufgebahrt, danach wird ihr Sarg in die St. Giles-Kathedrale gebracht. Schließlich wird er vom Bahnhof Waverley in Edinburgh mit dem Zug nach London gebracht.

Die zehntägige Trauerzeit, die offiziell erst am heutigen Freitag (9. September) beginnt, findet in einer öffentlichen Trauerfeier in der Westminster Abbey in London ihren Höhepunkt. Das Datum von Charles' Krönung muss noch festgelegt werden

Staatstrauer in Großbritannien: Königin Elizabeth II. ist tot

+++ 21.40 Uhr: Nach dem Tod der englischen Königin Queen Elizabeth II. versammeln sich Tausende Menschen vor Buckingham Palace in der Innenstadt von Großbritanniens Hauptstadt London, um der verstorbenen Monarchin Respekt zu zollen. Im ganzen Land trauern Millionen Menschen um die Monarchin. Über dem Londoner Hauptsitz der Königsfamilie weht die Flagge auf halbmast. In Großbritannien gilt ab sofort bis zur Beerdigung der im Alter von 96 Jahren verstorbenen Elizabeth II. Staatstrauer.

Neues Staatsoberhaupt wird der älteste Sohn der 70 Jahre lang regierenden Königin, der den Namen König Charles III. tragen wird. Premierministerin Liz Truss nannte Königin Elizabeth II. in ihrer Ansprache vor 10 Downing Street den „Fels, auf dem das moderne Großbritannien erbaut wurde“. Auch die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon sprach der Königsfamilie ihre Anteilnahme aus.

Trauer in Großbritannien: Queen Elizabeth II. stirbt im Alter von 96 Jahren

Update von Donnerstag, 8. September, 19.35 Uhr: Großbritannien trauert um sein Staatsoberhaupt. Mit dem Tod von Queen Elizabeth II. endet die längste Regierungszeit einer Monarchin in Großbritannien in der Geschichte des Landes. Die 96-Jährige starb am Donnerstag auf dem schottischen Landsitz der Königsfamilie Balmoral westlich von Aberdeen. Ihre engsten Familienmitglieder, darunter ihre Kinder um Thronfolger Prinz Charles sowie die Enkel Prinz William und Prinz Harry waren im Laufe des Tages nach Balmoral gekommen.

Die 96-Jährige hatte noch am Dienstag (6. September) die neue Premierministerin Liz Truss mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Zuvor hatte sie Truss‘ Vorgänger Boris Johnson empfangen und sein Rücktrittsgesuch entgegengenommen. Bereits diese Treffen wurden aufgrund des Gesundheitszustand der Monarchin auf Balmoral abgehalten statt wie sonst üblich in Buckingham Palace.   

Familie, Ärzt:innen und Politik besorgt um Königin Elizabeth II.

Erstmeldung von Donnerstag, 8. September, 18.11 Uhr: London/Ballater – Großbritannien sorgt sich um seine Monarchin. Wie britische Medien unter Berufung auf das Königshaus berichten, wird die britische Königin Elizabeth II., die sich aktuell auf ihrem schottischen Landsitz Balmoral aufhält, derzeit intensiv von einem Team aus Ärzt:innen betreut. Auch ihre Kinder und viele weitere Verwandte, darunter auch Prinz William und sein Bruder Prinz Harry, der sich mit Ehefrau Herzogin Meghan gerade in London aufhielt, sollen im Laufe des Donnerstags (8. September) eingetroffen sein.

In einer ersten Nachricht hieß es bereits am Mittwoch, dass die englische Königin wegen gesundheitlicher Probleme die geplante Teilnahme an einer Sitzung ihres Beratergremiums Privy Council absagen müsse. Inzwischen ist davon die Rede, dass Elizabeth II. „weiter unter ärztlicher Aufsicht bleibt“ und ihre Ärzt:innen sehr besorgt um den Gesundheitszustand der Queen seien.

Königin Elizabeth II.: Neue Premierministerin äußert sich zutiefst besorgt

Noch am Dienstag hatte die Queen den Rücktritt des bisherigen Premierministers Boris Johnson entgegengenommen und seine Nachfolgerin Liz Truss ernannt – entgegen der Tradition aber nicht im Buckingham-Palast in London, sondern auf Schloss Balmoral, das sie aus Gesundheitsgründen nicht für die Zeremonie verlassen wollte. Auf einem Foto von dem Termin war ein tief violetter Bluterguss an der rechten Hand der Monarchin zu sehen.

Die neue Premierministerin Truss erklärte, das ganze Land sei „zutiefst besorgt“ angesichts der Nachrichten von der Queen. Auch die Regierungsoberhäupter von Schottland, Wales und Nordirland äußerten sich besorgt zum Gesundheitszustand der Monarchin. Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, erklärte, er bete für die Königin. Welby ist der ranghöchste Geistliche der Church of England.

Sorge um Königin Elizabeth II.: 96-jährige Monarchin zog sich zuletzt mehr und mehr zurück

Elizabeth II. leidet bereits seit Längerem unter gesundheitlichen Problemen und hatte die Zahl ihrer öffentlichen Auftritte stark reduziert. Immer häufiger ließ sie sich im vergangenen Jahr durch ihren Sohn, Thronfolger Prinz Charles, vertreten. Dieser ersetzte sie erstmals auch bei der Parlamentseröffnung im Mai und verlas an ihrer Stelle das Programm der Regierung.

Erst im April 2021 betrauerte die englische Königin den Tod ihres Ehemanns Prinz Philip, dem Duke of Edinburgh, mit dem sie seit 1947 verheiratet war. (ska/skr/vbu mit Agenturen)

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