Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

John F. Kennedy Jr.
+
John F. Kennedy Jr. verstarb im Jahr 1999. Den QAnon-Anhängern zufolge lebt der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten noch immer. (Archivfoto)

Rechtsextreme Bewegung

QAnon: Verzweifeltes Warten auf die Kennedy-Wiederauferstehung

  • Andreas Apetz
    VonAndreas Apetz
    schließen

QAnon glaubt an die Rückkehr von John F. Kennedy Jr. Doch das Warten auf seine Wiederkunft ist vergebens.

Dallas – Hochrangige Vertreter:innen von Staat und Wirtschaft planen einen Putsch und wollen die USA in eine Diktatur verwandeln. Außerdem sind Barack Obama und Hillary Clinton Teil eines internationalen Kinderhändlerrings und Donald Trump ist der einzig wahre Erlöser, der uns vor dem Tag der Abrechnung schützen kann.

Das sind nur ein paar der wirren Mythen, die in den Köpfen der QAnon-Anhänger herumschwirren. Die Bewegung besteht seit rund vier Jahren und behauptet von sich, Zugriff auf zahlreiche geheime Informationen zu haben, beispielsweise zu den Anschlägen des 11. September oder dem Tod von Lady Diana. Auch über John F. Kennedy und dessen Sohn will QAnon mehr wissen als der Rest der Welt.

QAnon wartet vergeblich auf den verstorbenen JFK Jr.

Wie die Zeitung Dallas Morning News berichtet, hatten sich am vergangenen Dienstag (2. November 2021) hunderte Anhängerinnen und Anhänger der Verschwörungsbewegung QAnon in der texanischen Hauptstadt versammelt und vergeblich auf die Wiederkehr des verstorbenen JFK Jr. gewartet. Die Menschen hatten sich am Dealey Plaza getroffen, wo am 22. November 1963 der Vater von JKF Jr., der damalige Präsident John F. Kennedy, ermordet worden war.

Die QAnon-Mitglieder gingen davon aus, dass um 12.29 Uhr JFK Jr. auftauchen würde. Nach seiner Rückkehr hätte er Donald Trump wieder ins Weiße Haus geführt. John F. Kennedy Jr. verstarb am 16. Juli 1999 bei einem Flugzeugabsturz mit seiner Frau und deren Schwester. Einige glauben jedoch, dass Kennedy Jr. noch lebt und der anonyme Anführer der QAnon-Bewegung ist. Ein in der Dallas Morning News veröffentlichtes Foto zeigte eine Frau mit einer Fahne mit der Aufschrift „Trump - JFK Jr.“

QAnon: Eine rechtsextremistische und gefährliche Bewegung

Im Zentrum der QAnon-Ideologie steht Donald Trump als Kämpfer gegen eine kriminelle und satanistische Organisation von Pädophilen, bestehend aus Demokraten, Reichen, Schönen und Hollywoodstars. Ausgangspunkt der Bewegung war ein Internet-Beitrag aus dem Jahr 2017, bei dem es um politische Verschwörungen und brutale Riten ging. Eine der bekanntesten Theorien von QAnon berichtet über den Handel mit Kinderblut, welches unter dem Namen „Adrenochrom“ bekannt ist.

Viele Kerngedanken der Verschwörungsbewegung sind antisemitisch und rechtsradikal. QAnon schreckt auch vor Gewalt nicht zurück: Medienberichten zufolge waren am Angriff auf das US-Kapitol vom 6. Januar auch zahlreichen QAnon-Gläubige beteiligt. Seitdem warnen auch Fachleute vor dem radikalen Vorgehen der Trump-Fans: QAnon vermische sich zunehmend mit rentchten Milizen – und diese haben einen gemeinsamen Feind: die Liberalen in den USA. (aa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare