Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

QAnon
+
Ein Anhänger der QAnon-Bewegung auf einer Demonstration (Symbolbild)

Verschwörungskult

QAnon-Anhänger tötet seine Kinder mit Harpune – weil sie „Schlangen-DNA“ haben

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
    schließen

Weil seine zwei Kinder zu „Monstern“ heranwachsen würden, bringt sie der Vater um. Beim Geständnis verweist er auf QAnon.

Santa Barbara – Laut Angaben der Staatsanwaltschaft in Kalifornien soll ein 40 Jahre alter Familienvater seine beiden kleinen Kinder ermordet haben – offenbar angespornt durch die QAnon-Verschwörungserzählungen. Das berichten US-Medien unter Berufung auf Gerichtsdokumente.

Matthew Taylor Coleman, der aus dem Küstenort Santa Barbara kommt, wurde am Montag (9.8.2021) nach einem Aufenthalt in Mexiko bei der Rückreise an der Grenze verhaftet. Seine Ehefrau hatte ihn, ihren zweijährigen Sohn und ihre zehn Monate alte Tochter zuvor als vermisst gemeldet. Über die Ortungsfunktion seines Smartphones konnte die US-Polizei seinen Standort im mexikanischen Ort Rosarito ermitteln.

QAnon-Anhänger tötet eigene Kinder

In Rosarito fand man dann auch die Leichen der zwei Kinder. Coleman soll den Doppelmord gleich nach seiner Festnahme an der Grenze gestanden haben. Dem FBI habe er gesagt, dass er seinen Sohn und seine Tochter habe töten müssen, da sie seiner Meinung nach zu „Monstern“ heranwachsen würden. Die Tat vollzog der 40-Jährige offenbar mit einer Harpune. Bei seinem Geständnis soll er zudem auf Verschwörungstheorien wie QAnon und Illuminati verwiesen haben, die ihn „erleuchtet“ hätten.

Die Frage, ob er wisse, dass er etwas Falsches getan habe, bejahte Coleman. Es sei für ihn die einzige Möglichkeit gewesen, die Welt zu retten. Ferner sagte der Mann laut der Gerichtsunterlagen, er habe Zeichen erhalten, dass seine Frau Schlangen-DNA besitzen würde und dies an die gemeinsamen Kinder weitergegeben habe.

QAnon-Bewegung hält Donald Trump für den Auserwählten

Laut Medienberichten aus den USA besitzt Matthew Taylor Coleman eine Surfschule in Santa Barbara. Am Samstag sei er mit den Kindern im Auto weggefahren, ohne das Ziel zu nennen, woraufhin seine Frau die Polizei kontaktierte. Die Vermisstenanzeige gab sie einen Tag später auf.

Anhänger des „QAnon“-Verschwörungskults wittern hinter allem, was auf der Welt passiert, eine demokratisch-satanistische Elite, welche die Fäden in der Hand hält – der „Tiefe Staat“ („Deep State“). Dieser wolle eine „Neue Weltordnung“ („New World Order“) durchsetzen, eine Art globale Regierung zur Unterjochung der Menschheit. Zu dieser Elite sollen Demokraten wie Barack Obama oder Hillary Clinton, aber auch liberale Hollywood-Stars gehören. Demnach entführen sie Kinder und extrahieren ein Mittel aus ihrem Blut, das verjüngend wirken soll.

Donald Trump, dessen Rückkehr ins Weiße Haus prophezeit, aber immer wieder verschoben wird, ist der „Auserwählte“ der QAnon-Bewegung, der die Kinder aus den Händen der Elite befreien soll. (lrg/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare