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Dokudrama-Serie

Prinz Harry erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen Vater, Prinz Charles

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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  • Mirko Schmid
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Prinz Harry spricht in einer neuen Dokumentation mit Oprah Winfrey über seine Depressionen und die Schikanen, die er von seinem Vater habe erdulden müssen.

Update vom 21.05.2021, 08:40 Uhr: Immer mehr Details zu den Aussagen von Prinz Harry bei „The Me You Can‘t See“ kommen jetzt zutage. Das Internetportal thedailybeast.com berichtet, dass Harry im Gespräch mit Oprah Winfrey seiner Frustration gegenüber seinem Vater, Prinz Charles, freien Lauf lässt. Der hätte das Leiden in Kauf genommen, das Harry als Kind erlebt hat. Harry bringt auch eine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass Charles später im Leben nie eingegriffen hatte, als er und seine Frau Meghan Markle in der britischen Öffentlichkeit und der Presse stark in die Diskussion geraten waren.

„Mein Vater sagte mir immer, als ich jünger war: ‚Nun, das war für mich so, also wird es für dich so sein‘“, sagt Harry in der Gesprächsserie. In der dritten Episode dreht es sich um psychische Behandlung und Genesung. Harry weiter: „Das macht aber keinen Sinn. Nur, weil er gelitten hat, heißt das nicht, dass auch seine Kinder leiden müssen. Eigentlich ganz im Gegenteil. Wenn er gelitten hat, sollte er alles tun, um sicherzustellen, dass alle negativen Erfahrungen, die er gemacht hat, von seinen Kindern abgewendet werden.“

Prinz Harry, Herzog von Sussex, in einer Szene aus „The Me You Can‘t See“.

Wie viel gibt Prinz Harry in Dokumentation mit Oprah Winfrey preis?

Erstmeldung vom 20.05.2021: Hollywood - Oprah Winfrey und Prinz Harry gehen ein wichtiges Thema an. Im Angebot des Streamingdienstes Apple TV+ (und nicht auf Netflix, das Harry und Meghan Markle seinerseits vergeblich 100 Millionen US-Dollar für eine exklusive Doku geboten haben soll) sprechen beide mit Prominenten über mentale Gesundheit.

Anders formuliert sind es Stars wie Stefani Germanotta (bekannt als Lady Gaga) und Profi-Basketballer DeMar DeRozan, die in Szene gesetzt durch den Dokudrama-Regisseur Asif Kapadia („Amy“, „Senna“) und die Autorin Dawn Porter über ihre inneren Dämonen, Verletzungen und dunklen Tage sprechen.

Meghan Markle, Oprah Winfrey und Prinz Harry: Reden über Depressionen. (Archivbild)

US-Medien wie „The Daily Beast“ spekulieren im Vorfeld vor allem über ein im Trailer zur Doku-Serie gezeigtes Gespräch, das Oprah Winfrey und Harry führen – ohne Gäste, so scheint es, nur sich selbst gegenüber sitzend. Oprah bricht die Stimme, während sie sagt „ich habe gelernt, es zu akzeptieren“ und auch Prinz Harry wirkt angefasst. Allgemein wird erwartet, dass Harry erstmals öffentlich über den frühen Tod seiner Mutter, Prinzessin Diana, sprechen wird.

Aussagen von Prinz Harry über Zeit nach Tod seiner Mutter im Mittelpunkt

Und darüber, was er durchmachen musste als ein Kind, das unter dem Brennglas der Öffentlichkeit den Verlust seiner wichtigsten Bezugsperson verarbeiten musste. Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte die Aussicht darauf, dass Harry beispielsweise erzählen könnte, dass seine Familie und sein Vater ihn in dieser Zeit nicht genug vor der medialen Beobachtung geschützt haben könnten, wohl panischen Aktionismus im Buckingham Palace ausgelöst.

Die britische Königsfamilie gilt seit jeher als ein nationales Kulturgut, das sich in distanzierter Contenance übt. Als eine Familie, deren Inszenierung möglichst nicht durch die Zurschaustellung innerer Differenzen beschädigt werden sollte. Doch seit dem Umzug des Prinzen und seiner Ehefrau Meghan in die USA und dem medial außerordentlich beachteten gemeinsamen Gespräch mit Oprah Winfrey hat sich eine neue Form der öffentlichen Auseinandersetzung mit den Royals etabliert.

Im Hause Windsor blieben Trailer und Dokumentation bisher unkommentiert. „The Daily Beast“ wertet das als Signal dafür, dass der Buckingham Palace die Tatsache widerspiegele, dass eine Kommentierung der Vorwürfe aus den USA nicht dazu beitragen würde, den Palast besser aussehen zu lassen. Vielmehr sei es „erstaunlich“, dass das erste Oprah-Interview mit Harry und Meghan, das „ein abscheuliches Bild einer lieblosen und rassistischen Institution“ gezeichnet hatte, an der königlichen Familie in London abgeperlt sei.

Kritik von Prinz Harry und Meghan Markle sorgt für Solidarisierung mit Queen Elisabeth II.

Im Gegenteil habe es die Unterstützung für Queen Elisabeth II. im Vereinigten Königreich eher verstärkt und nicht gebrochen. Der Tod ihres Ehemannes Prinz Philip einige Wochen nach Veröffentlichung des Interviews und der „stille Stoizismus der einsamen Königin bei seiner abgespeckten, COVID-konformen Beerdigung“ habe das Mitgefühl für die Monarchin weiter gesteigert. Dazu sei der Tod eines der neuen Welpen der Hundeliebhaberin gekommen, der im Alter von nur fünf Monaten verstorben sei.

Korrespondent Tom Sykes sieht in diesen Umständen eine Art Schutzschild gegen weitere Anschuldigungen seitens Prinz Harry, sollte dieser seiner Familie im Rahmen der in Kürze erscheinenden Dokumentation „The Me You Can‘t See“* erneut fehlende Menschlichkeit vorwerfen. Im Gegenteil habe die Popularität des Ehepaars im Anschluss an das erste Interview Schaden genommen, eine Umfrage habe ergeben, dass sich 60 Prozent der Befragten im Vereinigten Königreich dafür aussprechen, dass Harry und Meghan ihre Adelstitel verlieren oder freiwillig niederlegen sollen.

Prinz Harry: „Hilfe zu suchen, ist kein Zeichen von Schwäche“

Anders die Zahlen in den USA. Hier stellen sich laut einer „YouGov“-Umfrage nur 13 Prozent der Befragten hinter die Queen, wohingegen Harry und Meghan auf 29 Prozent Zustimmung kommen. Eine „positive Meinung“ über Prinz Harry geben 54 Prozent der US-Befragten an, Meghan Markle kommt auf 48 Prozent. Wenig Sympathie erfährt Markle in der Anhängerschaft von Donald Trump, gegen den sie gerüchteweise 2024 als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten ins Rennen gehen könnte; nur zehn Prozent der Trump-Fans finden die ehemalige Schauspielerin sympathisch.

Hilfe bei seelischen Schmerzen

Hilfe bei Depressionen bietet die Telefonseelsorge – rund um die Uhr, kostenlos und anonym.

Telefonnummer: 0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222

Somit werden Inhalt und Aussagen der neuerlichen Gespräche zwischen Prinz Harry und Oprah Winfrey wohl entscheidend mitprägend sein, wenn es um das Ansehen des Exil-Prinzen sowohl im eigenen Land als auch im Geburtsland seiner Ehefrau geht. Ein Satz Harrys aus dem Trailer könnte einen Hinweis auf die Richtung des Gesprächs geben: „Die Entscheidung zu treffen, sich Hilfe zu suchen, ist kein Zeichen von Schwäche. In der Welt heutzutage ist es ein Zeichen von Stärke.“ (Mirko Schmid, Stefan Krieger) *24royal.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa

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