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Prinz Andrew entgeht Prozess: Queen muss wohl Millionen zahlen

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Von: Sarah Neumeyer

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Im Missbrauchsskandal um Prinz Andrew kommt es wohl nicht mehr zu einem Prozess. Der Sohn von Queen Elizabeth II. zahlt offenbar 14 Millionen Euro.

London – Der wegen Missbrauchsvorwürfen mit einer Zivilklage konfrontierte britische Prinz Andrew hat sich mit der US-amerikanischen Klägerin Virginia Giuffre auf einen Vergleich geeinigt. Laut britischen Medienberichten geht es dabei um eine Zahlung in Höhe von zwölf Millionen Pfund (gut 14 Millionen Euro). Wie der britische Telegraph am Mittwoch berichtete, soll Königin Elizabeth II. ihrem zweitältesten Sohn helfen, die Summe aufzubringen.

Das erspart der britischen Königsfamilie wohl einen Prozess, doch ohne ein offizielles Schuldeingeständnis von Prinz Andrew hat die Einigung für Viele einen bitteren Beigeschmack. Giuffre wirft Andrew vor, sie vor gut 20 Jahren als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Sie sei vom US-Geschäftsmann Jeffrey Epstein und dessen Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell dazu gezwungen worden. Andrew weist die Vorwürfe strikt zurück.

Die vom US-Justizministerium zur Verfügung gestellte, undatierte Aufnahme soll Prinz Andrew (l-r), Herzog von York, Virginia Giuffre und Ghislaine Maxwell zeigen. Prinz Andrew zweifelte in einem BBC-Interview die Echtheit des Fotos an.
Die vom US-Justizministerium zur Verfügung gestellte, undatierte Aufnahme soll Prinz Andrew (links), Herzog von York, Virginia Giuffre und Ghislaine Maxwell zeigen. Prinz Andrew zweifelte in einem BBC-Interview die Echtheit des Fotos an. © Us Department Of Justice/dpa

Prinz Andrew zahlt nach Missbrauchsvorwurf 14 Millionen Euro

Wegen der Anschuldigungen und seiner früheren Kontakte zu Epstein gab Prinz Andrew bereits 2019 seine royalen Pflichten auf und zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Im Januar verlor er auch seine militärischen Titel und seine royalen Schirmherrschaften.

Am Dienstag (15.02.2022) war eine „Grundsatzvereinbarung“ zwischen dem 61-Jährigen und Giuffre bekannt gegeben worden. Ein Zivilprozess gegen den zweitältesten Sohn von Queen Elizabeth II. in den USA ist aller Voraussicht nach vom Tisch. Die Höhe der Zahlung wurde zunächst nicht genannt.

Der britische Prinz Andrew, Herzog von York, entgeht einem Prozess.
Der britische Prinz Andrew, Herzog von York, entgeht einem Prozess. (Archivbild) © Steve Parsons/dpa

Prinz Andrew: Klägerin erhält laut Medienberichten 10 Millionen Pfund

Laut der Boulevardzeitung Daily Mirror gehen zwei Millionen Pfund an eine von Giuffre gegründete Stiftung zur Unterstützung von Missbrauchsopfern und zehn Millionen an sie persönlich. Andere britische Zeitungen meldeten niedrigere Gesamtsummen zwischen sieben und zehn Millionen Pfund.

Britischen Presseberichten zufolge hatte Prinz Andrew kürzlich sein luxuriöses Chalet in der Schweiz für umgerechnet 21 Millionen Euro verkauft. Allerdings habe er wegen des vor acht Jahren gekauften Ferienhauses noch erhebliche Schulden. (sne mit dpa/AFP)

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