Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zivilklage in den USA

Prinz Andrew: Sohn der Queen kann sich nicht länger vor den Behörden verstecken

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
    schließen

Seit Wochen läuft in den USA eine Klage gegen den britischen Prinzen Andrew wegen Missbrauchsvorwürfen. Nun muss er aus der Deckung kommen.

London – Für Prinz Andrew wird es langsam ernst. Bis jetzt hat der zweitälteste Sohn von Queen Elizabeth II. die Zivilklage, die in den USA gegen ihn läuft, einfach ignoriert. Doch dieses Dummstellen scheint jetzt allmählich nicht mehr zu funktionieren. Ein britisches Gericht hat nun dem Antrag stattgegeben, den Herzog von York offiziell über die Klage zu unterrichten.

Die Klägerin Virginia Giuffre wirft Andrew vor, sie vor mehr als 20 Jahren als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Die heute 38-Jährige gibt an, von dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein an Prinz Andrew für den sexuellen Missbrauch „ausgeliehen“ worden zu sein, und verlangt Schadenersatz.

Prinz Andrew von Großbritannien. Eine Frau wirft ihm vor, sie als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben.

Missbrauch: In den USA läuft eine Zivilklage gegen Prinz Andrew

Bisher war die Frage, ob die Klage ordnungsgemäß an Prinz Andrew zugestellt worden sei, ein großer Streitpunkt zwischen den beiden Seiten. Wie aus kürzlich veröffentlichten Gerichtsdokumenten hervorgeht, ist die Klageschrift Prinz Andrew am 27. August 2021 übergeben worden – allerdings nicht persönlich.

Giuffres Vertreter erklärte demnach eidesstattlich, dass er das Dokument einem Polizisten am Eingang der Residenz des Prinzen im englischen Windsor übergeben habe. Außerdem seien die Papiere per Post geschickt worden. Andrews Verteidigung bezweifelten die Rechtmäßigkeit. Doch nun bestätigte der Londoner High Court, Andrew über die Klage zu informieren. Das Gericht bezog sich dabei auf das Haager Zustellungsabkommen, das es Ländern erlaubt, Beweise in Zivil- und Handelsangelegenheiten einzufordern.  

Klägerin wirft Andrew vor, sie missbraucht zu haben

Die Klage von Virginia Giuffre steht in Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der sich 2019 im Gefängnis das Leben nahm. Giuffre wirft Andrew vor, sie im Haus von Epsteins damaliger Freundin Ghislaine Maxwell in London missbraucht zu haben.

Die damals 17-Jährige wurde laut ihrer Klageschrift von Epstein, Maxwell und Prinz Andrew „gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr mit Prinz Andrew gezwungen“. Außer in London habe der Prinz sie auch in Epsteins Haus in New York und auf Epsteins Privatinsel in der Karibik missbraucht.

Queen schweigt zu den Vorwürfen gegen Prinz Andrew

Und die Queen? Die schweigt bisher eisern zu den Vorgängen um Andrew, zeigte sich aber immer wieder demonstrativ an der Seite ihres Sohnes. Auch derzeit hält er sich auf der Sommerresidenz Balmoral in Schottland bei seiner Mutter auf. An seiner Seite ist auch wieder seine ehemalige Frau Sarah Ferguson, die auch am Tag der Gerichtsentscheidung auf einer Wiese vor dem Schloss gesehen wurde, auf dem sich die Queen derzeit aufhält. (cs mit dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Neil Hall/PA Wire/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare