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Anhörung

Prinz Andrew muss vor Gericht - Anklage wegen sexueller Belästigung zugelassen

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Mit allen Mitteln wehrte sich Prinz Andrew gegen eine Anklage in New York. Funktioniert hat das nicht. Der britische Adelige muss sich wegen sexuellem Missbrauchs vor Gericht verantworten.

  • Prinz Andrew, Sohn der Queen aus Großbritannien, muss sich wegen sexueller Belästigung vor Gericht verantworten.
  • Virginia Giuffre wirft Prinz Andrew vor, sie als 17-Jährige missbraucht zu haben.
  • Die Versuche, eine Anklage in den USA zu verhindern, scheitern. Ein Richter lässt die Klage zu.

Update vom Mittwoch, 12.01.2022, 16.15 Uhr: Prinz Andrew muss vor Gericht. Seine Versuche, eine Klage wegen sexuellem Missbrauch zu verhindern, scheiterten. Ein Antrag auf Nichtzulassung vor dem zuständigen Gericht in New York wurde abgelehnt. Der Prozess gegen den Sohn der Queen kann damit verhandelt werden.

Update vom Dienstag, 04.01.2022, 12.00 Uhr: Trotz des Schuldspruchs für Strippenzieherin Ghislaine Maxwell zieht der US-Skandal um einen Ring zum Missbrauch minderjähriger Mädchen Kunden weiter Kreise. Vor einem Zivilgericht in New York geht es am Dienstag erneut um Vorwürfe gegen Prinz Andrew.

Der Sohn der britischen Königin Elizabeth II. soll eine Frau vor 20 Jahren missbraucht haben, hat die Anschuldigungen aber stets bestritten. Die US-Amerikanerin Virginia Giuffre gibt an, der inzwischen gestorbene Multimillionär Jeffrey Epstein und seine Ex-Partnerin Maxwell hätten sie als 17-Jährige zusammen mit Dutzenden anderen Minderjährigen zur Sexsklavin gemacht. In diesem Zusammenhang beschuldigt sie auch Andrew, dessen Verteidiger jedoch erreichen wollen, dass das Verfahren beigelegt wird.

Missbrauch um Epstein und Maxwell: Anwälte von Prinz Andrew wollen Anklage verhindern

Am Dienstag steht auch eine außergerichtliche Einigung aus dem Jahr 2009 im Zentrum der Gespräche zwischen Anklage und Verteidigung. Darin vereinbarte Giuffre mit Epstein, „für immer“ davon abzusehen, Menschen aus Epsteins Umfeld zu beschuldigen, die als „potenzielle Angeklagte“ gelten könnten. Die Vereinbarung beziehe sich auf alles, was „seit dem Anfang der Welt bis zum Tag der Übereinkunft“ geschehen sei, heißt es in dem Dokument weiter.

Prinz Andrew ist in den Missbrauchsprozess gegen Ghislaine Maxwell verwickelt.

Virginia Roberts - Giuffres damaliger Name - erhalte dafür eine Zahlung von 500.000 Dollar (im November 2009 rund 330.000 Euro). Das Zivilgericht muss nun klären, ob Giuffre durch diese Einigung mögliche Ansprüche gegen Andrew verwirkt hat. Dessen Anwälte argumentieren, dass das Abkommen von 2009 mit Epstein eine Anklage verhindere. Giuffres Anwälte halten dagegen, dass die Einigung mit Epstein keine Relevanz für einen möglichen Zivilprozess gegen Andrew habe. Einen Strafprozess gegen Andrew gibt es in den USA nicht.

Prinz Andrew: Schicksalswoche für den Sohn der Queen

Erstmeldung: New York - Das Jahr 2021 endete mit einem Paukenschlag: Die Geschworenen befanden Ghislaine Maxwell, die langjährige Partnerin und Vertraute von Jeffrey Epstein, für schuldig in fünf von sechs Anklagepunkten. Doch welche Auswirkung hat das auf den Fall um Prinz Andrew, immerhin galt jener als Bekannter Eppsteins?

Fakt ist, diese Woche wird keine leichte werden für den Sohn von Queen Elizabeth II. Am Dienstag (04.01.2022) geht es in einer Anhörung in New York für Prinz Andrew ums Ganze. Der Prinz hofft, die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben wurden, aus der Welt schaffen zu können. Doch wie stehen seine Chancen?

Prinz Andrew vor Gericht: Anhörung entscheidet über möglichen Prozess

Im Rahmen einer Zivilklage erhebt Virginia Giuffre schwere Vorwürfe gegen den Duke of York. Er soll sie mehrmals vergewaltigt haben, als sie 17 Jahre alt war. Sie soll damals als Masseurin von Jeffrey Epstein angeheuert worden sein. Prinz Andrew weist die Vorwürfe zurück, gab an sich nicht erinnern zu können, Giuffre jemals getroffen zu haben. Dem entgegen steht ein aktuell kursierendes Foto. Es zeigt, wie der Prinz seinen Arm um die Hüfte der damals 17-Jährigen legt.

Ein weiteres Problem, mit dem sich der Sohn der Queen konfrontiert sieht, ist, dass er einen seiner größten Beweise für seine Unschuld bisher nicht belegen konnte, berichtet The Daily Beast. Giuffre gab in einem BBC-Interview im Jahr 2019 an, dass der Prinz sie in einem Nachtclub „überall angeschwitzt“ habe. Dem stellt Prinz Andrew jedoch in einem Interview mit Newsnights entgegen, dass er gar nicht schwitzen könne. Das liege an einer Post-Traumatischen-Störung, die er sich bei seiner Zeit in der Navy zugezogen habe. Belegen konnte sein Team dies bisher jedoch nicht.

Anhörung in New York: Schicksalshafter Tag für Prinz Andrew

Auch ein weiteres Alibi von Prinz Andrew scheint ins Wanken zu geraten. Wie The Times berichtet, habe der Prinz angegeben, in der Nacht in einem Pizza-Express gewesen zu sein, in der ihm vorgeworfen wird, Giuffre vergewaltigt gehabt zu haben. Doch Andrew scheint es nicht möglich zu sein, Zeugen zu nennen, die sein Pizza-Alibi bestätigen können.

Das Anwaltsteam um Giuffre fordert, dass Prinz Andrew Beweise vorlegt, die unter anderem sein Alibi und seine medizinische Begründung stützen. Am Dienstag wird nun erwartet, dass die Anwälte des Sohns von Queen Elizabeth II versuchen werden, das Gericht in den USA davon zu überzeugen, die Klage abzuweisen. Ob der Prinz im Fall einer Klage am Prozess teilnehmen wird, ist fraglich. Ein solcher Prozess könnte bereits im September 2022 starten. (slo)

Rubriklistenbild: © Chris Jackson/afp

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