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Sarah Ferguson, ehemalige Ehefrau von Prinz Andrew.

Sarah Ferguson

Ein Prinz für 500.000 Pfund

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Herzogin im Pech: Sarah Ferguson leidet nicht nur unter Geldnöten, sie besitzt nicht mal einen "Pinkelpott". Die Ex-Frau von Prinz Andrew ist einem Boulevard-Reporter aufgesessen. Von Barbara Klimke

LONDON. Sarah Ferguson bewohnt einen Flügel im Landhaus ihres Ex-Mannes in Windsor-Park, fliegt gern erster Klasse, hat eine Vorliebe für Autofahrten mit Chauffeur, aber besitzt "nicht mal einen Pinkelpott". Das vertraute die 50-Jährige jüngst einem ausländischen Geschäftsmann an - oder vielmehr einem Mann, den sie dafür hielt.

Denn Ferguson, die von 1986 bis 1996 mit Prinz Andrew verheiratet war, dem zweitältesten Sohn der Queen, ist einem Reporter der Boulevard-Zeitung News of the World aufgesessen. Dass sie ihm von ihren finanziellen Nöten erzählte, ist peinlich genug. Aber sie bot ihm gegen Geld Geschäftskontakte zu ihrem Ex-Ehemann an, der mit den "interessantesten Leuten" zusammentreffe. Eine versteckte Kamera filmte das Gespräch, bei dem Ferguson 40000 Dollar bekam, scheinbar als Anzahlung für die 500.000 Pfund, die sie offenbar verlangte.

Das englische Königshaus sah sich zu einer Erklärung gezwungen. Denn Prinz Andrew ist seit 2001 Großbritanniens Sonderbotschafter für internationalen Handel und Investitionen. Er habe zu keinem Zeitpunkt von den heimlichen Deals seiner Ex-Frau gewusst, hieß es. Die liberale Staatssekretärin Lynne Featherstone kritisierte das Verhalten der Herzogin als schäbig. Sarah selbst bat am Montag um Verzeihung: "Es stimmt, dass meine finanzielle Lage angespannt ist", sagte sie, "aber das ist keine Entschuldigung für mein Fehlverhalten." Die linksgerichtete Zeitung Guardian sieht sogar eine gewisse Schuld der Queen, die Ferguson nur 15000 Pfund im Jahr zugestand.

Sarah Ferguson jettete am Wochenende nach Los Angeles, um eine Auszeichnung dafür entgegenzunehmen, dass sie Geld für wohltätige Zwecke sammelt.

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