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Bluttat in Potsdam

Vier Tote in Potsdamer Wohnheim – Mitarbeiterin unter Tatverdacht

In einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen in Potsdam werden vier Menschen getötet. Eine weitere Person wird schwer verletzt.

+++ 12.10 Uhr: Die vier Opfer einer tödlichen Gewalttat in Potsdam am Mittwochabend (28.04.2021) waren nach Angaben des Oberlinhauses langjährige Bewohner in der diakonischen Einrichtung. Zwei von ihnen hätten dort seit ihrer Kindheit gelebt, sagte Tina Mäueler, Bereichsleiterin Wohnen in den Oberlin Lebenswelten am Donnerstag. Nähere Angaben zur Identität wurden nicht gemacht. Bei der Tat war auch eine Frau schwer verletzt worden. Eine 51-jährige Mitarbeiterin wurde wegen dringenden Tatverdachts festgenommen.

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) sprach den Angehörigen sein Beileid aus. „Die Tat erschüttert uns alle zutiefst.“ Am Abend sollte eine Gedenkandacht in der Oberlinkirche stattfinden.

Nach Angaben des diakonischen Anbieters Oberlinhaus kam es zu der Gewalttat im Thusnelda-von-Saldern-Haus. Es gehört zum Komplex des Oberlinhauses in Potsdam-Babelsberg. Dies sei eine Wohnstätte für Erwachsene mit mehrfachen schweren Behinderungen.

Sanitäter verlassen das Oberlinhaus in Potsdam.

Vier Tote in Pflegeheim in Potsdam – Mitarbeiterin unter Tatverdacht

Erstmeldung vom 29.04.2021, 4.50 Uhr: Potsdam - In einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen in Potsdam sind vier Tote entdeckt worden. Eine dringend tatverdächtige 51-jährige Mitarbeiterin sei festgenommen worden, teilten die Polizeidirektion West und die Staatsanwaltschaft Potsdam am frühen Donnerstagmorgen mit. Zum möglichen Motiv lägen noch keine Informationen vor. In verschiedenen Krankenzimmern einer Station seien die tödlich Verletzten sowie eine weitere schwer verletzte Person gefunden worden.

Die Mordkommission der Polizeidirektion West und die Staatsanwaltschaft Potsdam ermitteln zum Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts. „Die Verletzungen aller Opfer sind nach bisherigen Erkenntnissen auf schwere, äußere Gewaltanwendung zurückzuführen“, hieß es in der Mitteilung. Ob es sich um Patienten handelte, blieb zunächst unklar.

Vier Tote in Wohnheim in Potsdam: Die Ermittlungen laufen

Der genaue Hergang und die Umstände der Tat seien bislang nicht geklärt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. „Derzeit finden umfangreiche Spurensicherungen statt“, hieß es. Rechtsmediziner und die Staatsanwaltschaft waren demnach ebenfalls vor Ort.

Vor dem Komplex an der Rudolf-Breitscheid-Straße in Potsdam-Babelsberg standen in der Nacht zum Donnerstag Polizeiautos und Krankenwagen. Kriminaltechniker mit Koffern gingen in ein Haus in der Nähe des Eingangs. Davor standen Polizisten. Auch ein Notfallseelsorger ging in das Gebäude, wie ein dpa-Reporter berichtete. Die Polizei war seit Mittwochabend kurz vor 21 Uhr im Einsatz.

Potsdam: Vier Tote in Wohnheim – Rechtsmediziner und Staatsanwaltschaft vor Ort

Noch in der Nacht fanden Mitteilungen zufolge umfangreiche Spurensicherungen statt, auch Rechtsmediziner und Staatsanwaltschaft waren demnach vor Ort. Der genaue Tathergang und die Tatumstände seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen, hieß es weiter. Auch zur Motivlage der Tatverdächtigen lagen zunächst keine Informationen vor.

Polizei und Staatsanwaltschaft teilten am frühen Morgen mit, dass eine dringend tatverdächtige 51-jährige Mitarbeiterin festgenommen worden sei. Zum möglichen Motiv lägen noch keine Informationen vor. Ermittelt wird zum Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts. Der genaue Hergang und die Umstände der Tat seien bislang nicht geklärt. 

Zu dem Komplex, auf dem sich die Tat ereignete, gehören neben einer Klinik Kitas und Schulen, Arbeitsplätze und Wohnbereiche für Menschen mit Behinderung und Beratungsstellen. Der Verein Oberlinhaus beschreibt sich auf seiner Website als diakonisches „Kompetenzzentrum für Teilhabe, Gesundheit, Bildung und Arbeit in der Region Berlin-Brandenburg“. (skr/dpa/afp)

Sehr geehrte Leser:innen, in einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass sich die Tat in einer Klinik ereignet hat. Es handelt sich jedoch um ein Wohnheim für behinderte Menschen.

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa

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