1. Startseite
  2. Panorama

Portugal: UN ist besorgt über Zwangssterilisation von Frauen mit Behinderung

Erstellt:

Von: Moritz Serif

Kommentare

Der Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf. Das Frauenrechts-Komitee zeigt sich besorgt.
Der Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf. Das Frauenrechts-Komitee zeigt sich besorgt (Archivbild). © picture alliance/dpa/KEYSTONE | Valentin Flauraud

In Portugal soll es laut eines UN-Berichts zur Zwangssterilisation von Frauen und Mädchen mit Behinderungen gekommen sein, berichtet das Frauenrechts-Komitee.

Genf – Das Frauenrechts-Komitee der Vereinten Nationen hat sich besorgt über Zwangssterilisierungen von Frauen und Mädchen mit Behinderung in Portugal geäußert. Frauen und Mädchen drohten Eingriffe, unter dem Vorwand der Gesundheitsfürsorge oder mit Zustimmung Dritter ausgeführt würden, heißt es in einem veröffentlichten Abschlussbericht des Gremiums.

Es sei Aufgabe der portugiesischen Regierung zu gewährleisten, dass medizinische Maßnahmen nur mit der vollen, freien und informierten Einwilligung der Betreffenden erfolgten. Frauen und Mädchen mit Behinderungen müssten frei wählen können, womit sie leben wollten.

Frauenrechts-Komitee: Portugal soll von Gewalt betroffenen Frauen besser schützen

Laut des Berichts des UN-Komitees sind 110 Frauen mit Handicaps in psychiatrischen Kliniken und knapp 1700 in Häusern katholischer Orden in Portugal untergebracht. Portugal solle ein System schaffen, das von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen unmittelbaren Schutz gewährt.

Auch sollten portugiesische Familien- und Strafgerichte bei geschlechtsspezifischer Gewalt besser miteinander kooperieren. Das Frauenrechts-Komitee hatte die Umsetzung der UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) in mehreren Ländern untersucht. (mse/KNA)

Auch interessant

Kommentare