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Immer wieder gehen Protestierende gegen rassistische Gewalt in den USA auf die Straße.
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Immer wieder gehen Protestierende gegen rassistische Gewalt in den USA auf die Straße.

Ermittlungen gegen weißen Polizisten

Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA: Video taucht zwei Jahre nach der Tat auf

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Wegen einer Verkehrswidrigkeit wird 2019 ein Schwarzer von US-Polizisten aus seinem Auto gezerrt und übel zugerichtet. Das Polizeivideo blieb bis 2021 unter Verschluss.

Monroe - Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist in den USA ein unter Verschluss gehaltenes Video aus dem Jahr 2019 aufgetaucht, auf dem zu sehen ist, wie Polizeibeamte im Bundesstaat Louisiana brutal gegen einen dunkelhäutigen US-Amerikaner vorgehen. Die Körperkamera eines Beamten zeigt, wie der Polizist 18 Mal mit einer Taschenlampe auf Kopf und Körper eines Mannes einschlägt. Diesen hatte die Polizei Berichten des lokalen Nachrichtensenders WAFB9 zufolge zuvor nach einer nicht weiter beschriebenen Verkehrswidrigkeit gestoppt und gewaltsam aus seinem Auto gezerrt.

Als der Mann sich am Boden windet um der rauen Behandlung durch die Einsatzkräfte auszuweichen, kommt als Unterstützung der Polizist mit der Körperkamera dazu und schlägt mehrfach auf den am Boden liegenden Mann ein: Aaron B. trug von dem Vorfall einen gebrochenen Kieferknochen, drei gebrochene Rippen, ein gebrochenes Handgelenk sowie eine Kopfverletzung davon, die genäht werden musste. Der Vorfall ereignete sich bereits im Mai 2019, das Video wurde allerdings erst bekannt, als die Polizei aufgrund einer Zivilklage des geschädigten US-Bürgers 536 Tage nach dem Vorfall Ermittlungen einleiten musste. Nun wurde es auch in den Medien veröffentlicht.

Immer wieder Gewalt durch US-Polizisten: Die meisten Opfer sind Schwarze

Der beschuldigte Beamte hatte laut Informationen des Nachrichtenportals Aljazeera bereits im März seinen Dienst bei der Polizeieinheit quittiert. Bis zu diesem Zeitpunkt sind aus seiner Dienstzeit allein zwischen 2015 und 2019 23 Vorfälle bekannt, in denen er im Dienst gewalttätig wurde. In 19 dieser Fälle richtete sich die Gewalt gegen Schwarze. Gegen ihn laufen Berichten von Aljazeera zufolge zwei weitere Ermittlungsverfahren wegen ähnlicher Ausschreitungen gegen dunkelhäutige Verkehrsteilnehmer.

Nur wenige Wochen vor dem Vorfall hatten Polizisten ebenfalls bei einer Verkehrskontrolle in Louisiana den 49-jährigen Ronald G. kontrolliert, mit Gewalt aus seinem Fahrzeug gezerrt und zu Boden gebracht. Dabei kam neben körperlicher Gewalt auch ein Elektroschock-Gerät zum Einsatz. In diesem Fall starb das Opfer der Polizisten in der Nacht aus bislang nicht näher geklärten Gründen. US-Medien, darunter die „New York Times“, berichteten damals, die Polizei habe den Angehörigen damals zunächst gesagt, er sei durch einen Unfall bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei gestorben.

Kampf gegen Polizeigewalt: Black Lives Matter-Proteste fordern Aufklärung und Gerechtigkeit

Zahlreiche Aktivist:innen in den USA kämpfen seit vielen Jahren unter dem Motto „Black Lives Matter“ gegen rassistische Gewalt, auch und vor allem vonseiten der Polizei. Eine der Protestaktionen mit den meisten Teilnehmer:innen in den letzten Monaten fand landesweit im Mai statt. Am Jahrestag der brutalen Tötung von George Floyd im US-Bundesstaat Minnesota gingen Tausende Menschen auf die Straße. Der verantwortliche Polizist war im Juni 2021 wegen Mord zweiten Grades in Minneapolis zu 22,5 Jahren Haft verurteilt worden. (Sandra Kathe)

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