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Polizeibeamte verlassen den Kölner Hauptbahnhof.
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Polizeibeamte verlassen den Kölner Hauptbahnhof.

Geiselnahme Kölner Hauptbahnhof

Polizei prüft terroristisches Motiv

Nach einer Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof prüft die Polizei einen möglichen terroristischen Hintergrund.

Nach der Geiselnahme am Montag im Kölner Hauptbahnhof prüft die Polizei einen terroristischen Hintergrund. Der schwer verletzte Täter war am Dienstag noch in Lebensgefahr und wurde auf der Intensivstation behandelt. Er war von einem Spezialeinsatzkommando angeschossen worden und musste anschließend reanimiert werden.

Der bewaffnete Mann hatte zuvor in einem Café im Bahnhof einen Molotowcocktail gezündet und sich dann mit einer Geisel in einer Apotheke verschanzt. Ein Spezialeinsatzkommando stürmte das Geschäft.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul äußerte sich am Dienstag „sehr bestürzt“ über das Geschehen. „Die Polizei hat durch ihr konsequentes und professionelles Einschreiten Schlimmeres verhindern können“, sagte der CDU-Politiker in Düsseldorf. „Derzeit wird mit Hochdruck ermittelt, um die Hintergründe der Tat schnellstmöglich aufzuklären.“

Identität des Geiselnehmers nicht zweifelsfrei geklärt

Die Identität des Geiselnehmers war zunächst noch nicht zweifelsfrei geklärt. Am Tatort wurden aber laut Polizei Papiere eines 55 Jahre alten Syrers gefunden, der einen offiziellen Flüchtlingsstatus hat. Die Polizei geht mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ davon aus, dass die Papiere zu dem Täter gehören, aber letzte Sicherheit hat sie noch nicht. Noch am Montag wurde die Kölner Wohnung des Syrers durchsucht. Ob dabei etwas gefunden wurde, wollte ein Polizeisprecher zunächst nicht sagen. Er kündigte aber für Dienstagnachmittag eine Pressekonferenz an. Besondere Bedeutung hat möglicherweise eine Tasche, die der Täter in dem Café zurückließ und später zurückforderte.

Über den Kurznachrichtendienst Twitter rief die Kölner Polizei Zeugen dazu auf, Fotos und Videos hochzuladen, die in möglichem Zusammenhang mit der Tat stehen könnten.

Der Zustand der drei verletzten Opfer war am Dienstag unverändert. Unter ihnen war auch ein 14 Jahre altes Mädchen, dessen Schuh durch die Explosion des Brandsatzes im Café Feuer gefangen hatte. Das Mädchen erlitt einen Schock, ebenso wie die Apothekenangestellte, die der Täter als Geisel genommen und mit Benzin übergossen hatte. Während der Befreiungsaktion der Polizei versuchte er den Angaben zufolge, die Frau anzuzünden. Der Mann hatte Gaskartuschen und Brandbeschleuniger bei sich, außerdem eine mutmaßliche Schusswaffe. Ob sie echt war, wollte die Polizei zunächst nicht sagen.

„Im Zusammenhang mit dem Betreten der Apotheke soll er Passanten zufolge auch gerufen haben, dass er zur Terrorgruppe Daesh gehört“, hatte Einsatzleiter Klaus Rüschenschmidt am Montagabend gesagt. „Daesh“ ist der arabische Name für die Terrormiliz Islamischer Staat. Die Polizei wollte am Dienstag noch nicht sagen, ob sie weitere Hinweise darauf hat, dass der Täter als islamistischer Extremist zu betrachten ist.

Die Deutsche Bahn erwartete für Dienstag keine gravierenden Auswirkungen mehr für Bahnreisende. Der Kölner Hauptbahnhof gehört zu den meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkten in Deutschland. (dpa)

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