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Schwerer Missbrauch: Polizei sucht öffentlich nach Unbekanntem, der mit Kindern arbeitet

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Von: Sandra Kathe

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Weil die Ermittlungen bislang zu keinem Ergebnis führten, wenden sich die Ermittler nun an die Öffentlichkeit
Weil die Ermittlungen bislang zu keinem Ergebnis führten, wenden sich die Ermittler nun an die Öffentlichkeit (Symbolbild). © Christoph Hardt/Imago

Weil er verdächtigt wird, mehrere Kinder missbraucht und Aufnahmen davon im Internet verbreitet zu haben, sucht das BKA einen Unbekannten.

Frankfurt - In einer groß angelegten Öffentlichkeitsfahndung sucht das Bundeskriminalamt seit Dienstag (30.11.2021) nach einem unbekannten Beschuldigten zwischen schätzungsweise 31 und 51 Jahren. Er wird verdächtigt, mindestens sieben Kinder sexuell missbraucht und Aufnahmen der Taten ins Internet gestellt zu haben. Den Auftrag zur Öffentlichkeitsfahndung erteilte die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt*.

Tatzeitraum sei zwischen 2010 und 2019 gewesen, die Videos wurden zwischen 2015 und 2019 auf einschlägigen Plattformen im Darknet verbreitet. Die Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und des Bundeskriminalamts gehen davon aus, dass die Tathandlungen in Deutschland stattgefunden haben. Zudem wird aufgrund der Aufnahmen vermutet, dass der Tatverdächtige beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern zu tun hatte oder immer noch hat.

Verdächtiger missbrauchte Kinder zwischen 1 und 10 Jahren: BKA ermittelt

Da die Bild- und Videodateien, die den Ermittlern vorliegen, bislang zu keinen Ermittlungserfolgen geführt haben, haben Polizei und Generalstaatsanwaltschaft sich entschlossen, die Fahndung öffentlich zu machen. Dazu gibt es auf der Seite des Bundeskriminalamts ein acht Minuten langes Fahndungsvideo, das Bilder der Tatorte, von Kleidungsstücken der Opfer und andere auffällige Gegenstände zeigt.

Dem Unbekannten wird vorgeworfen, im Tatzeitraum mindestens sieben männliche Kinder, die zum Zeitpunkt der Aufnahmen zwischen 1 und 10 Jahren alt gewesen sein sollen, schwer sexuell missbraucht zu haben und Aufnahmen der Taten im Darknet verbreitet zu haben. Es sei nicht auszuschließen, dass auch vor oder nach den belegbaren Taten weitere Kinder zu Schaden gekommen sind, oder womöglich immer noch misshandelt werden.

Alterzwischen 31 und 51 Jahren (geschätzt)
Berufberufliche oder ehrenamtliche Arbeit mit Kindern wahrscheinlich
Auffälligkeitenbenutzt die geschriebene Grußformel 'Hy'

Verdacht auf Missbrauch von Kindern: Verdächtiger schreibt „Hy“ statt „Hi“

Besonders auffällig am Tatverdächtigen sei laut Angaben des Bundeskriminalamts die Tatsache, dass dieser als schriftliche Anrede häufig die Grußformel „Hy“ verwende.

Die Polizei hat in diesem Jahr bereits mehrere groß angelegte Untersuchungen wegen des Verdachts auf Kinderpornografie veranlasst. Im August wurden 39 Wohnungen durchsucht und über 100 Datenträger sichergestellt. (ska) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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