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Ein Protestmarsch der rechtsextremen Partei „Der dritte Weg“. Die Organisation hat zu „Grenzgängen“ an der polnischen Grenze aufgerufen.
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Ein Protestmarsch der rechtsextremen Partei „Der dritte Weg“. Die Organisation hat zu „Grenzgängen“ an der polnischen Grenze aufgerufen.

Migranten aus Belarus

Polnische Grenze: Neonazis wollen Geflüchtete „aufspüren“ 

Zahlreiche Menschen flüchten über die polnische Grenze nach Deutschland. Eine rechtsextreme Partei will zu eigenen Maßnahmen greifen. 

Brandenburg – Der Strom von Geflüchteten aus Belarus ebbt nicht ab. Am Mittwoch (20.10.2021) will sich das Bundeskabinett mit der wachsenden Zahl der Menschen befassen, die die Route von Belarus über Polen nehmen und nach Deutschland fliehen. Doch nicht nur das Bundeskabinett scheint Pläne für das Schicksal der geflüchteten Menschen zu haben.

Wie das Nachrichtenportal T-Online.de berichtet, wollen Neonazis an der polnischen Grenze in Brandenburg zu eigenen Maßnahmen gegen Geflüchtete aus Belarus greifen. Demnach soll die rechtsextreme Partei „Der Dritte Weg“ für das kommende Wochenende (23., 24. Oktober 2021) zu einem „Grenzgang“ im Großraum Guben (Brandenburg) aufgerufen haben.

Neonazis wollen Geflüchtete aus Weisrussland „aufspüren“

Die Parole der Gruppierung: „Wir wollen kein zweites 2015 und auch keine weitere Massenzuwanderung junger Männer, die hier illegal unser Land betreten.“ Daher wolle man „illegale Ausländer“ durch Grenzgänge „aufspüren“. „Dieses Mal werden wir nicht tatenlos dabei zusehen, wie Millionen Fremde in unser Land strömen“, heißt es weiter. Auch eine Liste von Ausrüstungsgegenständen ist Teil des Aufrufs. Interessierte sollten einen Personalausweis, wetterfeste Kleidung, Lampen, und falls vorhanden, ein Nachtsichtgerät mitbringen.

Gegenüber T-Online.de bestätigte die Bundespolizei Berlin, dass man den Aufruf der rechtsextremen Partei „im Blick“ habe. Die Polizei stehe in enger Abstimmung mit den Landesbehörden in Brandenburg, so der Sprecher.

Polnische Grenze: Bundespolizisten nehmen fast 500 Migranten in Gewahrsam

Entlang der deutsch-polnischen Grenze haben Bundespolizisten am vergangenen Wochenende fast 500 unerlaubt eingereiste oder eingeschleuste Migranten in Gewahrsam genommen. Die meisten von ihnen wurden in Brandenburg festgestellt, wie die Berliner Bundespolizei am Montag (19.10.2021) mitteilte. Demnach griffen die Grenzpolizisten im Zeitraum von Freitag bis Sonntag 288 Menschen auf. Vorrangig handelte es sich bei ihnen um irakische, syrische, iranische und jemenitische Staatsbürger:innen.

Der Leitartikel

Dass Lukaschenko sein sadistisches Spiel mit Menschenleben treiben kann, ist eine Folge des kollektiven Versagens der EU in der Migrations- und Geflüchtetenpolitik.

In Sachsen nahm die Bundespolizei am Wochenende insgesamt 135 Menschen in Gewahrsam, wie die Bundespolizei in Pirna mitteilte. Die Geflüchteten seien über Weißrussland nach Polen kommend ohne Visa nach Deutschland eingereist oder eingeschleust worden. Sie seien an die Ausländerbehörde übergeben worden. (marv)

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