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Plüschtier-Zwist

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Von: Boris Halva

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Nicht nur auf dem Jahrmarkt, auch beim Holzrücken geht’s mitunter heiß her

Offenbar haben nicht nur stechende Insekten bei großer Hitze eine kurze Zündschnur. Auch der Mensch neigt bei Temperaturen um die 40 Grad zu aggressivem Verhalten. Und da kann es vorkommen, dass einer dem anderen ein Lebkuchenherz um die Ohren haut. So geschehen am Montag auf dem Seehasenfest in Friedrichshafen, wo sich ein eher unkuscheliger Zwist entspann. Laut Polizei attackierte ein 36-Jähriger einen 19-Jährigen mit einem Lebkuchenherz, weil es die beiden auf dasselbe Automaten-Plüschtier abgesehen hatten. Auch der Polizei gegenüber blieb der 36-Jährige aggressiv: Er wollte sich nicht ausweisen, verweigerte einen Alkoholtest und sträubte sich derart gegen seine Verhaftung, dass er sich dabei verletzte.

Was das für ein Kuscheltier war, das gleich in zwei Männern den Tiger zu wecken vermochte, wurde nicht näher erläutert. Aber es scheint, als hätte es eine ähnlich starke Anziehungskraft ausgeübt wie die 200 Käsestücke, die ein 33-Jähriger vorigen Sonntag auf einem Kunsthandwerkermarkt in Neschwitz in der Oberlausitz gestohlen hat. Neben dem Käse im Wert von rund 2000 Euro nahm der Mann noch Holzskulpturen und andere Kunstgegenstände mit. Weil er dabei beobachtet wurde, kam die Polizei bei ihm vorbei und nahm „einen großen Teil der Beute“ wieder mit. Den kleineren Teil hatte sich der 33-Jährige offenbar schon schmecken lassen.

Was wiederum einem unbekannten Holzfäller in Oberfranken nicht geschmeckt hat, wird wohl dessen Geheimnis bleiben. Denn der Mann, der sich nahe Michelau laut Polizei „wie die Axt im Walde“ verhalten hat, ist nach seinem Wutausbruch spurlos verschwunden. Zuvor hatte der Mann mit einer Holzrückemaschine gefällte Bäume „durch die Gegend geschleudert“. Einen Stamm soll er gar in Richtung eines 63-jährigen Waldbauern geworfen haben. Zuvor packte der Wüterich mit dem Greifarm der Maschine auch einen gefällten Baum, der an der Seilwinde eines anderen Schleppers hing, und zog beides nach oben. Am Steuer des Schleppers saß der 63-Jährige, der in Panik vom Fahrersitz sprang und sich dabei verletzte. Wie die zwei aneinandergeraten waren, blieb offen. Ein Plüschtier wurde zumindest nicht erwähnt. boris halva

Mehr Informationen finden Sie unter www.fr-online.de

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