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Plötzlich Bankräuber

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Von: Boris Halva

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Regisseur Ryan Coogler wollte ein bisschen zu diskret Geld abheben. Willy Sanjuan/Invision/AP/dpa
Regisseur Ryan Coogler wollte ein bisschen zu diskret Geld abheben. Willy Sanjuan/Invision/AP/dpa © dpa

Ein Regisseur will Geld abheben, eine Polizistin nur spielen - und ein Visionär tauft Kind Nummer zwei

Diskretion ist eine Tugend, die zwar oft eingefordert wird – denken Sie nur an Bank- oder Postschalter –, aber doch eher selten anzutreffen ist. Offenbar so selten, dass der US-Regisseur Ryan Coogler mit Handschellen abgeführt wurde, nachdem er sich in einer Bank in Atlanta diskret einen fünfstelligen Betrag auszahlen lassen wollte. Wie der 35-Jährige der Filmzeitschrift „Variety“ erzählte, wollte er sich im Januar in der Bank im US-Staat Georgia 12 000 Dollar auszahlen lassen. Hätte er der Dame hinter der Scheibe zugeraunt, was er will – vielleicht wäre nichts passiert. Aber Coogler überreichte der Bankangestellten einen Zettel, auf dem er darum bat, sie möge das Geld bitte diskret zählen und an ihn übergeben. „Die Kassiererin“, so war es bei der Deutschen Presse-Agentur zu lesen, „deutete dies fälschlicherweise als einen Raubversuch, als wegen der Höhe der Summe eine Alarmmeldung erschien.“ Ruckizucki war die Polizei da und nahm Coogler und seine Begleiter in Gewahrsam, vermutlich eher indiskret. Ob Coogler, nachdem er seinen Ausweis vorgezeigt hatte, das Geld diskret überreicht bekam, war aus der Mitteilung nicht zweifelsfrei herauszulesen, aber er und die Bankleitung hätten „den Fall zu seiner Zufriedenheit gelöst“.

Nicht ganz zufrieden gewesen sein dürfte die Leitung der Polizeidienststelle im nordfranzösischen Roubaix, als sie davon erfuhr, dass ein Dutzend Einsatzkräfte sich nach einer Abschiedsparty für einen Kollegen so ganz und gar nicht vorbildlich verhalten hatten. Und zwar waren die sechs Damen und Herren (einer davon im Kofferraum) auf dem Heimweg (im Streifenwagen), als die Polizistin auf dem Beifahrersitz auf die Idee kam, dem Fahrer ihren Elektroschocker an den Arm zu halten (während der Fahrt). Der Mann zuckte derart zusammen, dass er mit dem Streifenwagen ein geparktes Auto rammte. Da wohl niemand im Wagen sagte, „Aussteigen, Papiere!“ (auch nicht die Vorgesetzte, die ebenfalls im Auto saß), fuhr die lustige Truppe weiter. Und so wäre die Sache vermutlich diskret im Sande verlaufen, hätte nicht ein Jugendlicher den Crash gesehen und der Polizei gemeldet. Die Polizistin, die den Unfall ausgelöst hat, kommt aber ohne Strafe davon, weil man – so berichtet es die Zeitung „La Voix du Nord“ – am Gericht der Meinung war, „ihr enormes Engagement bei der Polizei“ wiege schwerer als der Quatsch mit dem Elektroschocker.

Enormes Engagement in Sachen Quatsch und Starkstrom zeigt auch Tech-Visionär Elon Musk (50), vor allem als Erfinder von Kindernamen. Mit seiner Partnerin, der Sängerin Grimes (33), hat der Tesla-Gründer bereits einen Sohn namens „X Æ A-Xii“ , abgekürzt „X“. Nun haben die beiden ein Mädchen: Exa Dark Sideræl Musk – abgekürzt „Y“. Wie Grimes der „Vanity Fair“ verriet, wollen sie noch mehr Kinder. Freuen wir uns also auf Modell „Z“. boris halva

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