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Einsturz vor neun Jahren: Trümmer liegen in Köln an der Stelle, an der sich das eingestürzte Historischen Stadtarchiv befand.

Kölner Archiv

Plädoyers beginnen

Vor mehr als neun Jahren stürzte das Kölner Stadtarchiv ein - jetzt geht der Strafprozess gegen vier Angeklagte dem Ende entgegen.

Mit dem Start der Plädoyers geht der Prozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs auf die Zielgerade. Heute soll zunächst der Staatsanwalt sein Plädoyer halten. An den kommenden Verhandlungstagen folgen die Verteidiger der vier Angeklagten und die Nebenkläger.

Im Oktober dürfte das Kölner Landgericht dann sein Urteil sprechen - deutlich früher als vor dem Verjährungstermin Anfang März 2019. In dem seit Januar laufenden Strafprozess sind vier Mitarbeiter von Baufirmen und den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung angeklagt. Ein fünfter Angeklagter ist zwischenzeitlich so schwer erkrankt, dass er nicht mehr verhandlungsfähig ist. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat ein Fehler bei einer U-Bahn-Baustelle das Unglück vor neun Jahren ausgelöst. Die Baufirmen bestreiten das.

Anfang August startete außerdem ein zweiter Strafprozess gegen einen ehemaligen Oberbauleiter, ebenfalls wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung. Auch in diesem Prozess steht das Landgericht unter Zeitdruck: Wenn bis Anfang März kein Urteil gesprochen ist, verjährt die Sache, weil dann die Zehn-Jahres-Frist überschritten ist.

Beim Einsturz des Stadtarchivs waren zwei Anwohner ums Leben gekommen. Der Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Stadt Köln auf mehr als eine Milliarde Euro. Zahllose historische Dokumente wurden zerstört oder so stark beschädigt, dass sie aufwendig restauriert werden müssen. (dpa)

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