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An der Fassade des linksautonomen Kulturzentrums „Rote Flora“ in Hamburg hängt ein Plakat, das in der Mitte mit schwarzer Farbe übermalt ist.
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Das Plakat mit dem Schriftzug „Andy, du bist so 1 Pimmel“ wurde erneut mit schwarzer Farbe übermalt.

Debatte um Hamburger Innensenator

„Pimmelgate“-Kontroverse um Grote beschäftigt die Polizei weiterhin

  • VonMax Schäfer
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Die Folgen eines Tweets beschäftigen die Polizei in Hamburg weiterhin: Die „Pimmelgate“-Kontroverse geht in die nächste Runde.

Hamburg – Die „Pimmelgate“-Kontroverse um Hamburgs Innensenator Andy Grote geht weiter: An der Fassade der Roten Flora war am Samstag (23.10.2021) ein meterhoches Plakat mit dem Slogan „Andy, Du bist so 1 Pimmel“ zu sehen.

Das Plakat war zusätzlich mit „Soko Wand und Farbe“ überschrieben. Der Spruch war jedoch nicht lange lesbar. Am Sonntagmorgen (24.10.2021) übermalte die Polizei den Satz mit schwarzer Farbe, wie ein Sprecher der Polizei bestätigte.

Hamburg: „Pimmelgate“-Kontroverse um Andy Grote geht in die nächste Runde

Die Herstellerinnen und Hersteller des Plakats ließen sich das jedoch nicht gefallen, und schrieben den Spruch erneut auf das Plakat. Am Montagmorgen (25.10.2021) war es wieder an der Polizei, den Text zu enternen. Erneut ist nur noch ein schwarzer Fleck in der Mitte zu sehen. Ob das lange so bleiben wird, ist fraglich. „Naja, wir haben da noch den einen oder anderen Topf mit weißer Farbe. #PimmelAndy“, ist auf dem Twitter-Konto der Aktivistinnen und Aktivisten der Roten Flora zu lesen.

Auslöser der „Pimmelgate“-Kontroverse ist ein im Mai 2021 an Andy Grote gerichteter Tweet mit dem Text „Du bist so 1 Pimmel“. Er wurde von einem Account einer Fan-Kneipe in der Nähe des Millerntor-Stadions und war eine Reaktion auf einen Tweet des SPD*-Innensenators, in dem er Menschen, die trotz Corona* im Schanzenviertel feierten, als „ignorant“ bezeichnete. Grote selbst hatte jedoch zu Beginn der Pandemie seine Berufung zum Innensenator unter Missachtung der Corona-Regeln in einer Kneipe gefeiert. Das hatte ein Bußgeld in Höhe von 1000 Euro gekostet.

„Pimmelgate“-Kontroverse: Andy Grote stellt Strafantrag und erntet Kritik

Nach dem „Du bist so 1 Pimmel“-Tweet stellte Andy Grote Strafantrag wegen Beleidigung, woraufhin die Staatsanwaltschaft die Wohnung des mutmaßlichen Urhebers durchsuchen ließ. Tausende Menschen kritisierten das Vorgehen der Polizei und Staatsanwaltschaft als unverhältnismäßig und überzogen. Unter dem Hashtag „Pimmelgate“ erfuhr der mutmaßliche Verfasser dagegen zahlreiche Solidaritätsbekundungen.

Das Plakat an der Fassade der Roten Flora ist nicht die erste Aktion, welche die „Pimmelgate“-Kontroverse um Andy Grote aufgreift. Bereits Anfang Oktober 2021 verteilten Unbekannte Aufkleber mit dem Solgan „Andy, du bist so 1 Pimmel“*. Auch sie wurden von der Polizei im Sinne der Gefahrenabwehr entfernt, weil der Verdacht auf Beleidigung bestehe. Außerdem diente die Aktion der Beweissicherung, wie die Polizei mitteilte. Der Staatsschutz ermittelt dabei gegen unbekannt.

„Pimmelgate“-Kontroverse in Hamburg: Opposition sieht Grote als Belastung für Polizei und Senat

Die CDU*-Opposition betrachtet Andy Grote dagegen als Belastung für den Senat und die Polizei. „Mit seiner Corona-Party und der bis heute anhaltenden Uneinsichtigkeit hat er die Integrität verloren, die für das Amt des Innensenators unverzichtbar ist“, sagte der CDU-Innenexperte Dennis Gladiator. „Tausende Opfer von Hass und Hetze würden sich wünschen, wenn ihre Anzeigen nur annähernd so intensiv bearbeitet werden würden“. Die Maßstäbe seien völlig verrückt, so Gladiator. (Max Schäfer mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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