Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Asteorid Phaeton verhält sich wie ein Komet. Forschende wissen jetzt, warum.
+
Der Asteorid Phaeton verhält sich wie ein Komet. Forschende wissen jetzt, warum.

Weltraumforschung

Phaeton: Ein sonderbarer Asteroid, der sich wie ein Komet verhält

  • VonMax Schäfer
    schließen

Phaeton ist ein ungewöhnlicher Himmelskörper: Der Asteorid verhält sich wie ein Komet. Forschende haben nun eine Lösung für das Rätsel gefunden.

Kalifornien – Der Asteroid Phaeton beschäftigt die Astronomie* schon länger. Er verhält sich höchst ungewöhnlich, denn Phaeton benimmt sich eher wie ein Komet. Wenn seine Umlaufbahn Phaeton näher an die Sonne heranführt, wird er heller. Dabei stößt er Gesteinsbrocken ab.

Asteroid Phaeton verhält sich wie ein Komet

Kometen verhalten sich auch so. Sie bestehen aus Gestein, Staub und Eis. Wenn sie der Sonne zu nahe kommen, erhitzen sie sich und das Eis verdampft. Kometen geben daher Steinbrocken und Staub ab, die einen hellen Schweif verursachen und für Meteorschauer verantwortlich sind. Asteroiden dagegen bestehen aus Gesteinen und Metallen. Eis gibt es auf ihnen nicht.

Wissenschaftler:innen haben schon länger versucht, diesem ungewöhnlichen Verhalten des Asteroiden Phaeton auf den Grund zu gehen. Eine Gruppe von Forschenden in Kalifornien hat eine Studie veröffentlicht, die eine Erklärung liefert.

Asteroid verhält sich wie Komet: Forschende finden Erklärung

Wenn sich Phaeton der Sonne nähert, erhitzt sich die Oberfläche des Asteroiden auf bis zu 750 Grad Celsius. Dabei verdampft Natrium im Asteroiden und entweicht ins Weltall. Es entsteht in der Folge das Leuchten, das bei Phaeton in etwa so hell ist wie bei Kometen. Weil Asteroiden außerdem kaum Schwerkraft haben, so Studienautor Börn Davidsson, reiche die Kraft des entweichenden Natriums, um Gesteinsbrocken und Staub von der Oberfläche zu lösen. Die Forschenden aus Kalifornien gehen davon aus, dass dafür nur eine sehr kleine Menge Natrium nötig ist.

Weltraum-Newsletter

Was ist in der Astronomie* los, was passiert gerade in der Raumfahrt*? Der FR-Newsletter rund um den Weltraum hält Sie auf dem Laufenden.

Asteroid Phaeton verhält sich wie Komet: Laborversuche unterstützen Theorie

Die Fachleute haben ihre Theorie zum Verhalten des Asteroiden Phaeton mit neuen Modellierungen und Tests im Labor überprüft. Dazu haben sie Proben des Meteoriten Allende, der 1969 in Mexiko abgestürzt ist und mutmaßlich von einem Asteroiden wie Phaeton stammt, untersucht. Dazu haben sie das Gestein auf die gleiche Temperatur erhitzt, die bei Phaeton auftritt, wenn der Asteroid der Sonne am nächsten ist. Auch im Laborversuch ging das Natrium verloren, während die anderen Elemente zurückblieben. Die Forschenden schließen daher, dass das Gleiche bei Phaeton passiert.

Der Asteroid Phaeton wurde im Jahr 1983 entdeckt. Seinen Namen trägt er wegen seiner Nähe zur Sonne. Er ist nach dem Sohn von Helios, dem Sonnengott der griechischen Mythologie, benannt. Phaeton ist außerdem der Asteroid, welcher der Erde am nächsten kommt. Im Dezember verursacht er die Geminiden Sternschnuppen-Regen*. (Max Schäfer) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare