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Paw Patrol Kinderserie Super RTL Nickelodeon Polizei Polizeihund
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In der Kinderserie „Paw Patrol“ löst eine Gruppe von Hunden Probleme in einer Stadt. Mit dabei ist auch Polizeihund Chase (zweiter von rechts). Die Serie wird auch auf Super RTL ausgestrahlt.

Kinderserie „Paw Patrol“ abgesetzt?

Polizeigewalt in den USA: Trump-Sprecherin stellt peinliche Falschbehauptung auf

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
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Im Zuge der anhaltenden Kritik an der US-Polizei wurden Polizei-Serien abgesetzt. Laut der Sprecherin des Weißen Hauses gehört auch eine Kinderserie dazu.

  • Wegen der anhaltenden Kritik an Polizeigewalt ziehen TV-Sender in den USA Konsequenzen.
  • Zwei Polizei-Serien wurden aus dem Programm genommen.
  • Trump-Sprecherin McEnany behauptet fälschlicherweise, auch die Kinderserie „Paw Patrol“ sei abgesetzt worden.

Washington – Der Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz hat so einiges nach sich gezogen: Neben weltweiten Protestbewegungen wurden auch zwei Polizei-Sendungen in den USA abgesetzt. Die US-Fernsehsender Paramount Network und A&E hatten die Reality-Shows „Cops“ und „Live PD“ in Folge der Kritik an der Polizei im Juni aus dem Programm genommen.

Was allerdings nicht aus dem Programm genommen wurde, ist die animierte Kinderserie „Paw Patrol“, die auch in Deutschland im TV läuft. Es geht um eine Gruppe von Hunden, die gemeinsam Probleme in ihrer Stadt lösen - unter anderem ist ein Deutscher Schäferhund in Polizei-Uniform dabei, aber auch ein Feuerwehr- und ein Bauarbeiter-Hund. Am Freitag (24.07.2020) sprach nun Kayleigh McEnany, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, fälschlicherweise davon, dass auch „Paw Patrol“, „eine Zeichentrickserie über Polizisten“, abgesetzt worden sei.

Weißes Haus: „Kultur des Abschaffens“ führe zur Absetzung von Sendungen wie „Paw Patrol“

McEnany sagte auch, der Spielwarenhersteller Lego habe den Verkauf einer Polizeistation gestoppt. All das passiere im Zuge einer „Cancel Culture“, einer Kultur also, die angeblich von Linken ausgeht und deren Ziel darin bestehen soll, Unternehmen oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für Verstöße gegen die politische Korrektheit systematisch zu boykottieren - um vor allem Menschen in Machtpositionen die Konsequenzen ihres Handelns bewusst zu machen. Als aktuelles Beispiel sei J.K. Rowling genannt, die nach ihren transphoben Tweets und Äußerungen in der Kritik steht. Zuletzt hatte ein Offener Brief von rund 150 Intellektuellen die angebliche „Cancel Culture“ angeprangert, zu den Unterzeichnern gehörte auch Rowling.

Nach Angaben von McEnany ist auch US-Präsident Trump „entsetzt“ davon, besonders über eine „Cancel Culture“, wie sie Polizisten betrifft“. Diese Entwicklung sei „unglücklich“, denn Präsident Trump und McEnany selbst stünden an der Seite der „63 Prozent der Amerikaner, die finden, Polizeibeamter ist einer der wichtigsten Jobs in diesem Land“.

„Paw Patrol“: Sender Nickelodeon dementiert Absetzung der Kinderserie

Dem Onlineportal „Insider“ zufolge dementierte ein Sprecher des Senders Nickelodeon, dass „Paw Patrol“ abgesetzt wurde. Auch der Spielwarenhersteller Lego habe dem Portal gegenüber bestätigt, dass kein Set aus dem Verkauf genommen wurde.

Die Falschbehauptung hat ihren Ursprung möglicherweise in Gerüchten: Nachdem auf dem Twitter-Account von „Paw Patrol“ Anfang Juni verkündet wurde, man wolle den Content für fünf Tage pausieren, um nach dem Tod von George Floyd schwarzen Stimmen Gehör zu geben, antworteten Nutzer mit Memes und scherzhaften Bitten, die Sendung abzusetzen. (Von Ines Alberti)

Schock im Weißen Haus. Donald Trump wird aus einer Pressekonferenz evakuiert, zusammen mit seiner Belegschaft. Kurz zuvor waren vor dem Weißen Haus Schüsse gefallen.

News-Ticker: Die US-Regierung plant den Abzug der Sicherheitskräfte bei den Protesten gegen Polizeigewalt in Portland. Doch Donald Trump knüpft das Vorhaben an eine Bedingung.

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