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Panne bei der Lotto-Ziehung.

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Panne bei Lottoziehung

Eine Panne bei der Lottoziehung beschert Zuschauern einen „Herzschlagmoment“.

Saarbrücken, wir haben ein Problem. Und zwar ein technisches Problem, wie der Ziehungsleiter der Lottoziehung am Samstagabend feststellte. Zuvor war in Saarbrücken aus der Trommel die fünfte Kugel mit der Nummer 1 im Zylinder auf die vierte gefallen. Moderatorin Miriam Hannah hatte die „Havarie“ zuvor mit viel Humor genommen. „Die Maschine teilt mir mit – es ist Samstag und sie möchte nicht“, meinte sie. Das Unheil hatte sich bereits angebahnt, als die Lottotrommel kurz steckengeblieben war. „Oh, mein Gott“, rief die 37-jährige Deutsch-Kanadierin lachend. „Darauf hab ich gewartet, seitdem ich hier Lotto moderiere.“

Alles rechtlich einwandfrei

Unmittelbar nach der Panne forschte Hannah mit den Verantwortlichen nach der Ursache: „Woran kann so was liegen?“ „Technik, da steckt man nicht drin“, meinte Ziehungsleiter Dirk Kaub. Er selbst habe dies aber in den vergangenen vier Jahren nicht erlebt. Kurze Zeit später ging es mit dem Ersatzgerät weiter, dann fielen auch die letzten beiden Kugeln in die Zylinder. Auch bei der Superzahl funktionierte das Gerät. „Passt doch zu uns heute – unsere Superzahl ist die Null“, mit diesen Worten beendete Hannah die Ziehung.

„Das ist ein echter Herzschlagmoment“, sagte am Sonntag die Sprecherin von Saar-Toto, Andrea Schramm. Alles sei rechtlich einwandfrei verlaufen. Sie wies darauf hin, dass regelmäßig geprobt werde, wie man auf das Versagen der Technik reagiere. Die Geräte im Studio – die Mischkugel besteht aus Acrylglas – werden nach Angaben von Saar-Toto jährlich vom saarländischen Hersteller gewartet. Damit jede Kugel die gleiche Chance hat, aus der Trommel in die Auffangzylinder zu fallen, muss das Gewicht aller Kugeln genau gleich sein. Für jedes Spiel stünden jeweils ein Einsatz- und zwei Ersatzgeräte zur Verfügung.

Bis Redaktionsschluss war nicht bekannt, ob sich Spieler gemeldet hatten, die von der Panne um einen möglichen Gewinn gebracht worden waren. (dpa)

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