Gericht

Opfer kann nicht aussagen

Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung in Freiburg wird die Frau nicht erneut vernommen. 

Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer Frau vor einer Diskothek in Freiburg wird das Opfer nicht erneut aussagen. Die Frau leide einem ärztlichen Attest zufolge bis heute unter der Tat und sei nicht vernehmungsfähig, sagte der Vorsitzende Richter am Mittwoch. Sie könne daher nicht mehr vernommen werden.

Nicht vernehmungsfähig

Die zur Tatzeit 18-Jährige hatte im Juli vergangenen Jahres erstmals vor Gericht eine Aussage gemacht. Am Mittwoch sollte sie erneut befragt werden. Einem neuen Gutachten zufolge sind die Tatfolgen für sie deutlich schwerer als bislang angenommen.

Der Prozess am Freiburger Landgericht hatte vor rund einem Jahr begonnen. Angeklagt sind elf Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung. Ihnen wird vorgeworfen, die damals 18-Jährige Mitte Oktober 2018 nachts vor der Discothek in einem Gebüsch vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben. Die Angeklagten bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen.

Ein medizinischer Gutachter hatte erklärt, die junge Frau sei zum Zeitpunkt des Verbrechens nach Einnahme einer Ecstasy-Tablette wehr- und hilflos gewesen. Der Prozess wird nun fortgesetzt. Urteile will das Gericht Ende Juli verkünden. dpa

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