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Prognose

Virologe mit erstaunlicher Omikron-Prognose – und zwei Möglichkeiten für Corona-Gipfel

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Wie geht es angesichts der Omikron-Variante in Deutschland weiter. Ein Virologe äußert eine Prognose und skizziert für den Corona-Gipfel zwei Alternativen.

München – Nach den Feiertagen und Silvester steigen die Corona-Fallzahlen in Deutschland erneut rapide an. Und während Omikron in vielen Nachbarländern bereits die dominierende Variante ist, gehen Fachleute davon aus, dass dies in Deutschland auch bald der Fall sein wird – und dass sich die Neuinfektionen durch die Corona-Variante abermals deutlich erhöhen werden. Doch der Virologe und Berater Klaus Stöhr sieht in der Variante auch einen Hoffnungsschimmer.

An Beispielen wie Dänemark und England könne man nach Ansicht des Experten gut abschätzen, was auf Deutschland aufgrund der Omikron-Variante zukommt. „Auch bei uns wird es also bald viel höhere Infektionszahlen geben, aber es wird sich wie in den anderen Ländern eine Schere auftun zwischen vielen milden Fällen und gleichzeitig im Verhältnis deutlich weniger Krankenhauseinweisungen“, erklärt Virologe Stöhr gegenüber Merkur.de.* Denn Omikron habe eine geringere Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf. „Diese Schere führt uns zurück in die Normalität. Denn sie zeigt, dass das Virus das tut, was wir erwartet haben“, so Stöhr.

Wie geht es in Deutschland angesichts der Omikron-Variante nun weiter?

Omikron in Deutschland: Virologe mit erstaunlicher Prognose

Und der Virologe geht noch einen Schritt weiter. Seiner Ansicht nach passe sich das Virus nun dem Menschen an, würde sich weniger häufig in der Lunge vermehren und die Verläufe würden milder. Das liege daran, dass milde Erkrankungen für Viren gleichzusetzen seien mit einer besseren Verbreitung.

Für den Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern am Freitag (07.01.2022) hat der Virologe deutliche Handlungsempfehlungen. Diese seien jedoch von der Zielsetzung abhängig, der sich die Politik verschreibt. „Wenn man möglichst viele Infektionen verhindern will, braucht man mehr Beschränkungen“, wird Stöhr deutlich. Doch er sieht auch die Möglichkeit, die Maßnahmen nicht zu verschärfen.

Omikron-Variante: Virologe mit harscher Kritik an Corona-Maßnahmen im Sommer

„Wenn man aber vor allem schwere Verläufe verhindern, also Krankenhäuser und Friedhöfe leer halten will, sehe ich dafür keinen Grund. Die Zunahme der milden Verläufe koppelt sich von einer höheren Belastung für die Krankenhäuser ab. Auch wenn es besonders einige freiwillig Ungeimpfte durchaus hart treffen könnte, zeigen die Zahlen aus anderen Ländern keine Überlastung der Kliniken an“, erklärt er.

Es sei sinnvoll gewesen, die Ausbreitung des Virus abzubremsen, bis Impfstoffe vorlagen. Jedoch komplett verhindern könne man schwere Verläufe und Todesfälle und Ansteckungen trotzdem nicht. Die Corona-Regeln in Deutschland im Sommer 2021 sieht der Experte kritisch. „Doch durch die dann immer noch strengen Maßnahmen im letzten Sommer wurden zum Beispiel viele Infektionen in Deutschland lediglich in den Winter verschoben. In einer Pandemie kann man aber immer nur zwischen zwei Übeln wählen“. Deshalb müsse man langfristig planen, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten. (slo) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa

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