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Neues Omikron-Symptom entdeckt: Bei diesen Anzeichen sollten Sie hellhörig werden

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Von: Karolin Schäfer

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Neues Omikron-Symptom
Forschende haben ein neues Corona-Symptom der vorherrschenden Omikron-Variante entdeckt. (Archivfoto) © Christian Charisius/dpa

Seit Beginn der Omikron-Welle soll ein neues Symptom der Corona-Variante aufgetreten sein. Vor allem Kinder seien davon betroffen.

Frankfurt – Eine Corona-Infektion lässt sich häufig nicht eindeutig anhand der Symptome erkennen. Fest steht aber, dass Forschende bei Erkrankungen mit der Omikron-Variante immer wieder neue, ungewöhnlichere Symptome entdecken, die von den bisherigen Anzeichen einer Infektion abweichen.

Wie aus einer US-amerikanischen Studie hervorgeht, soll Omikron nun vermehrt ein neues Symptom auslösen. Dabei soll es sich um eine Entzündung der oberen Atemwege im Bereich des Kehlkopfes handeln – auch unter Pseudokrupp bekannt. Ergebnissen der Studie zufolge sollen in erster Linie Kleinkinder davon betroffen sein.

Kalenderwoche 2022BA.1 | BA.2
Woche 167,7 % | 1,5 %
Woche 582,2 % | 16,7 %
Woche 1026,3 % | 72,0 %
Woche 1118,8 % | 80,8%
Quelle: RKI-Wochenbericht vom 31.03.2022

Neues Corona-Symptom: Omikron-Variante befällt eher obere Atemwege

Für die Untersuchung wurden Daten aus Krankenakten eines Kinderkrankenhauses in Boston (USA) vom 1. März 2020 bis 15. Januar 2022 herangezogen. In diesem Zeitraum wurde bei 75 mit Corona infizierten Kindern Pseudokrupp diagnostiziert. Wie das Forschungsteam um Ryan Brewster vom Boston Children‘s Hospital erklärte, seien neun Kinder deshalb zur Behandlung ins Krankenhaus gekommen, vier von ihnen kamen auf die Intensivstation. Die meisten Kinder waren unter zwei Jahren alt.

„Während die frühen Varianten typischerweise zu Infektionen der unteren Atemwege führten, könnte die kürzlich identifizierte Omikron-Variante eine Vorliebe für die oberen Atemwege aufweisen“, hieß es im Bericht der Studie, die Anfang März von der American Academy of Pediatrics veröffentlicht wurde. Die Daten zeigen, dass 81 Prozent der Fälle während der Omikron-Welle auftraten. Mit 72 Prozent waren die meisten Patient:innen männlich.

Corona-Symptom taucht seit Beginn der Omikron-Welle auf

Die Ergebnisse der US-amerikanischen Studie weisen darauf hin, dass Pseudokrupp „in Verbindung mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Dezember 2021 stark anstieg, was eng mit dem Auftreten der Omikron-Variante korrelierte“, schrieben die Forschenden in ihrem Bericht. Daher würden die vorläufigen Ergebnisse „überzeugende Beweise“ liefern, „dass die Omikron-Variante eine Laryngotracheobronchitis (Pseudokrupp) verursacht.“

Pseudokrupp wird durch eine virale Entzündung des Kehlkopfes, der Luftröhre oder der Bronchien hervorgerufen. Typisch auftretende Symptome sind Heiserkeit, bellender Husten und Stridor – ein pfeifendes Atemgeräusch. Pseudokrupp gilt als häufigste Ursache für Atemnot bei Kindern bis zum sechsten Lebensjahr.

Die Forschenden weisen allerdings auf die Legitimation der Studie hin. Die Untersuchungen seien in nur einem einzigen Krankenhaus mit einer kleinen Stichprobe durchgeführt worden. Das könnte die Übertragbarkeit der Ergebnisse einschränken. In jedem Fall seien weitere Untersuchungen nötig, hieß es seitens der Forschenden.

(Karolin Schäfer)

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